ich möchte euch mal zeigen, wie man sich einen Akkuhalter selber bauen kann. Das ganze ist relativ einfach und man kann es für verschiedene Akkus anpassen. Geeignet ist der Akkuhalter für Taschenlampe, wo er in ein Rohr passen muss. Auch den Durchmesser kann man ändern, somit kann man für jedes Rohr einen passenden Halter machen.
1. Die Idee
Ich wollte schon lange einmal einen schönen Akkuhalter für meine Taschenlampe machen, allerdings wusste ich nicht wie. Als ich dann eine Fenix TK40 bekam und sah, wie einfach der Akkuhalter dort gemacht ist, dachte ich mir, dass man sowas auch selber machen kann. So sieht der Akkuhalter in der TK40 aus: Der Akkuhaler besteht eigentlich nur aus 2 Plexiglasscheiben, welche mit Gewindestangen verbunden sind. Über den Gewindestangen sind Plastickröhrchen, damit man die Muttern nicht weiter anziehen kann.
2. Der Bau
Als erstest hab ich mit im Baumarkt eine M3 Gewindestange, ein Messingröhrchen und en par Muttern besorgt. Plexiglas hatte ich noch zu Hause. Jetzt macht man aus dem Plexiglas zwei Kreise, welche genau in das Rohr passen, wo der Akkuhalter später rein soll. Die Kreise kann man auf verschiedene Arten machen, mit dem Dremel, auf der Drehbank oder mit der Säge. Da es bei mir mit sägen nicht schön rund wurde, hab ich sie noch auf der Drehbank rund gedreht. Als nächstes muss man die Einteilung für die Akkus machen. Am besten zeichnet man den Kreis auf ein Blatt Papier, so kann man mit einem Zirkel schöne Einteilungen machen. Bei mir sind es 3 Akkus nebeneinander, also hab ich den Kreis in Drittel aufgeteilt. Wenn man das ganze auf dem Blatt hat, kann man es aufs Plexiglas übertragen und zwischen den Akkus Löcher bohren. Nun sollte man die Länge der Akkus messen. Anschliessen rechnet man zu der Länge der Akkus die Länge der zusammengedrückten Batteriefedern und der Kontaktflächen. Wenn man ausgerechnet hat, wie lange alles zusammen ist, sägt man sich 4 gleichlange Röhrchen ab, welche so lange sind wie die Batteriefeder, die Kontaktflächen und die Akkus zusammen. Ich hab dazu Messingröhrchen verwendet, es können aber auch Kunststoffröhrchen sein. Jetzt kann man eine Mutter auf die Gewindestange drehen, ein Plexiglaskreis auffädeln, ein Messingrohr drüber ziehen, den zweiten Plexiglaskreis drauflegen und alles mit einer zweiten Mutter fixieren. Auf einer Seite hab ich normale Muttern verwendet, auf der anderen Seite sind es Stopmuttern. Wenn man alles drauf hat, sägt man die Gewindestange neben der Mutter ab und macht das selbe mit dem nächsten Loch, bis alle Löcher verbunden sind. Anschliessend nimmt man so einen billigen Akkuhalter für Mignon Akkus und entfernt dort die Federn. An die Federn wird noch ein Kupferplätchen gelötet, dies dient als Kontaktfläche für den Pluspol der Akkus. An eine Feder und ein Kupferblätchen kommt ein Kabel, um die Elektronik anzuschliessen. Zum Schluss kann man die Federn mit Heisskleber in den Halter kleben. Man kann sie anordnen wie man will, dass die Akkus parallel oder in Reihe geschaltet werden. Wenn alles fertig ist, kann man die Akkus einsetzen. Durch den Druck der Federn halten sie gut genug
Der Akkuhalter ist recht einfach zu bauen. Man kann ihn an jede Akku- und Rohrgrösse anpassen, somit passt er überall. Wer Zeit und Lust hat, sollte sich auf jeden Fall auch so einen Akkuhalter machen
4. Verbesserungsvorschläge
Ich hab den Akkuhalter zwar selber gemacht, aber trozdem hat er noch ein par "Fehler" die man verbessern könnte. Ich schreib das noch hier hin, damits der nächste besser machen kann
Auf jeden Fall sollte man die Gewindestangen näher zu den Akku machen, damit sie Links und Rechts berühren. So ist es auch bei der TK40 gemacht und die Akkus werden besser geführt. Dazu könnte man auch etwas dickere Gewindestangen nehmen. Ich werde mal versuchen, ob es besser geht, wenn ich noch einen Schlauch um meine Röhrchen mache.
Man könnte auch unten und oben am Akkuhalter eine Kontaktfläche machen und keine Kabel verwenden. So fliesst der Strom über das Gehäuse, wie es bei den meisten Taschenlampen der Fall ist. In meinem Fall geht das aber nicht.
Anonsten könnte man die Federn bestimmt noch besser befestigen, als mit Heiskleber. Eine schönere Variante als die Kupferplätchen gibt es bestimmt auch noch.
So, nun ist mein How² fertig
LG Ibis93



