How² Akkuhalter

Anleitungen für "hausgemachte" LED Projekte

Moderator: T.Hoffmann

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Ibis93
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Do, 30.07.09, 09:38

Hi,
ich möchte euch mal zeigen, wie man sich einen Akkuhalter selber bauen kann. Das ganze ist relativ einfach und man kann es für verschiedene Akkus anpassen. Geeignet ist der Akkuhalter für Taschenlampe, wo er in ein Rohr passen muss. Auch den Durchmesser kann man ändern, somit kann man für jedes Rohr einen passenden Halter machen.

1. Die Idee
Ich wollte schon lange einmal einen schönen Akkuhalter für meine Taschenlampe machen, allerdings wusste ich nicht wie. Als ich dann eine Fenix TK40 bekam und sah, wie einfach der Akkuhalter dort gemacht ist, dachte ich mir, dass man sowas auch selber machen kann. So sieht der Akkuhalter in der TK40 aus:
CIMG0698_cr.jpg
Der Akkuhaler besteht eigentlich nur aus 2 Plexiglasscheiben, welche mit Gewindestangen verbunden sind. Über den Gewindestangen sind Plastickröhrchen, damit man die Muttern nicht weiter anziehen kann.

2. Der Bau
Als erstest hab ich mit im Baumarkt eine M3 Gewindestange, ein Messingröhrchen und en par Muttern besorgt. Plexiglas hatte ich noch zu Hause.
CIMG1169.JPG
Jetzt macht man aus dem Plexiglas zwei Kreise, welche genau in das Rohr passen, wo der Akkuhalter später rein soll. Die Kreise kann man auf verschiedene Arten machen, mit dem Dremel, auf der Drehbank oder mit der Säge. Da es bei mir mit sägen nicht schön rund wurde, hab ich sie noch auf der Drehbank rund gedreht.
CIMG1282.JPG
Als nächstes muss man die Einteilung für die Akkus machen. Am besten zeichnet man den Kreis auf ein Blatt Papier, so kann man mit einem Zirkel schöne Einteilungen machen. Bei mir sind es 3 Akkus nebeneinander, also hab ich den Kreis in Drittel aufgeteilt. Wenn man das ganze auf dem Blatt hat, kann man es aufs Plexiglas übertragen und zwischen den Akkus Löcher bohren.
Einteilung.JPG
Nun sollte man die Länge der Akkus messen. Anschliessen rechnet man zu der Länge der Akkus die Länge der zusammengedrückten Batteriefedern und der Kontaktflächen. Wenn man ausgerechnet hat, wie lange alles zusammen ist, sägt man sich 4 gleichlange Röhrchen ab, welche so lange sind wie die Batteriefeder, die Kontaktflächen und die Akkus zusammen. Ich hab dazu Messingröhrchen verwendet, es können aber auch Kunststoffröhrchen sein.
CIMG1287.JPG
Jetzt kann man eine Mutter auf die Gewindestange drehen, ein Plexiglaskreis auffädeln, ein Messingrohr drüber ziehen, den zweiten Plexiglaskreis drauflegen und alles mit einer zweiten Mutter fixieren. Auf einer Seite hab ich normale Muttern verwendet, auf der anderen Seite sind es Stopmuttern. Wenn man alles drauf hat, sägt man die Gewindestange neben der Mutter ab und macht das selbe mit dem nächsten Loch, bis alle Löcher verbunden sind.
CIMG1291.JPG
CIMG1293.JPG
Anschliessend nimmt man so einen billigen Akkuhalter für Mignon Akkus und entfernt dort die Federn.
CIMG1289.JPG
An die Federn wird noch ein Kupferplätchen gelötet, dies dient als Kontaktfläche für den Pluspol der Akkus. An eine Feder und ein Kupferblätchen kommt ein Kabel, um die Elektronik anzuschliessen. Zum Schluss kann man die Federn mit Heisskleber in den Halter kleben. Man kann sie anordnen wie man will, dass die Akkus parallel oder in Reihe geschaltet werden.
CIMG1294.JPG
Wenn alles fertig ist, kann man die Akkus einsetzen. Durch den Druck der Federn halten sie gut genug :D
CIMG1296.JPG
3. Mein Fazit
Der Akkuhalter ist recht einfach zu bauen. Man kann ihn an jede Akku- und Rohrgrösse anpassen, somit passt er überall. Wer Zeit und Lust hat, sollte sich auf jeden Fall auch so einen Akkuhalter machen :wink:

4. Verbesserungsvorschläge
Ich hab den Akkuhalter zwar selber gemacht, aber trozdem hat er noch ein par "Fehler" die man verbessern könnte. Ich schreib das noch hier hin, damits der nächste besser machen kann :D
Auf jeden Fall sollte man die Gewindestangen näher zu den Akku machen, damit sie Links und Rechts berühren. So ist es auch bei der TK40 gemacht und die Akkus werden besser geführt. Dazu könnte man auch etwas dickere Gewindestangen nehmen. Ich werde mal versuchen, ob es besser geht, wenn ich noch einen Schlauch um meine Röhrchen mache.
Man könnte auch unten und oben am Akkuhalter eine Kontaktfläche machen und keine Kabel verwenden. So fliesst der Strom über das Gehäuse, wie es bei den meisten Taschenlampen der Fall ist. In meinem Fall geht das aber nicht.
Anonsten könnte man die Federn bestimmt noch besser befestigen, als mit Heiskleber. Eine schönere Variante als die Kupferplätchen gibt es bestimmt auch noch.

So, nun ist mein How² fertig :D Es würde mich freuen, wenn es mal jemand nachbaut. Wie immer freu ich mich über eure Kritik, Komplimente und Verbesserungsvorschläge.
LG Ibis93
Ragnar Roeck
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Do, 30.07.09, 10:10

Schöner Startpunkt für eigene Projekte und die einzigen Kritik-/Verbesserungspunkte hast Du selbst schon aufgeführt.
URS
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Do, 30.07.09, 10:12

Sehr schön gemacht.
Damit die Energieträger nicht seitlich rauskippen, muß der Akkuhalter natürlich in ein Rohr geschoben werden, oder man fixiert sie einmal per Klettband.
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Sh@rk
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Do, 30.07.09, 11:16

Ein wirklich sehr schönes How² was doch recht gut Erklärt wurden ist von dir. Dafür gibt’s von mir schon einmal 5 Sterne.
Weil du es ja schon angesprochen hast mit den Kontaktfedern aus den Standart Halterungen für AA/AAA Batteriehaltern, würde ich es auch besser finden wenn die Hersteller Für verschiedene Akkugröße solche Rundhalterungen entwickeln würden, da ich selber bei Reichelt oder so nur die Flachen oder Rechteckigen gesehen habe.

mfg Sh@rk
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Sailor
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Do, 30.07.09, 11:38

Ein gelungenes Stück, das sicher viele Nachahmer finden wird!

Anregungen zur Weiterentwicklung:

Um Problemen mit den Federn aus anderen Akkuhaltern entgegenzuwirken können die Kontakte mit Kupfernieten, wie sie z.B. hier zu sehen sind, ausgeführt werden.

Eine 3 mm Bohrung im Plexi, ein Stück Kugelschreiberfeder zwischen Plexi und Nietenkopf einer 3 mm Niete auf einer Seite und schon ist ist ein guter Kontakt gewährleistet. Auf der gegenüberliegenden Seite braucht´s keine Feder.

Bei ausreichender Materialstärke lassen such mit den Gewindestangen noch ein paar Millimeter einsparen, wenn auf einer Seite ein Gewindebohrer zum Einsatz kommt. Die Möglichkeit auf beiden Seiten Gewinde zu bohren dürften wohl die wenigsten haben.
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Do, 30.07.09, 11:51

Die Möglichkeit auf beiden Seiten Gewinde zu bohren dürften wohl die wenigsten haben.
In beide Platten Gewinde zu schneiden dürfte nur schwer hinhauen. Wie willst Du anschließend die Gewindestangen eindrehen?
Schöner wäre es sicherlich, insbesondere wenn man auf die Fläche des Akkuhalter noch was drauf montieren möchte (zum Beispiel: eine Konstantstromquelle)

Man kann aber ein Kabel einsparen, wenn man eine Gewindestange verwendet, den einen Pol des Akkupack ans andere Ende hoch zu leiten.
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Do, 30.07.09, 11:59

Es gibt auch Gewindestangen mit Rechts- und Linksgewinde, wie sie z.B. in Spannern verwendet werden.

Wer aber schon Bohrer für Links- und Rechtsgewinde hat, hat auch sicher die entsprechenden Schneideisen.

Dann braucht auch keine fertigen Gewindestangen mehr ...
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Do, 30.07.09, 12:19

Es gibt auch Gewindestangen mit Rechts- und Linksgewinde, wie sie z.B. in Spannern verwendet werden.
Na klar gibt es sowas. An meinem Wohnzimmertisch ist auch so ein Teil zum Höhenverstellen dran. Aber wie willst Du die Gewindestange eindrehen, wenn eine Hülse als Abstandhalter drumrum ist.
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Ibis93
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Do, 30.07.09, 12:42

Hi,
vielen Dank für die vielen positivem Rückmeldungen und die Verbesserungsvorschläge.
Damit die Energieträger nicht seitlich rauskippen, muß der Akkuhalter natürlich in ein Rohr geschoben werden, oder man fixiert sie einmal per Klettband.
Die Akkus halten auch ohne Rohr und ohne Klebeband. Wenn die Federn genug Druck ausüben, hält das ganze wunderbar. Wer auf nummer sicher gehen will, kann natürlich zusätzlich noch Klebeband verwenden.
Weil du es ja schon angesprochen hast mit den Kontaktfedern aus den Standart Halterungen für AA/AAA Batteriehaltern, würde ich es auch besser finden wenn die Hersteller Für verschiedene Akkugröße solche Rundhalterungen entwickeln würden, da ich selber bei Reichelt oder so nur die Flachen oder Rechteckigen gesehen habe.
Ich verstehe auch nicht, wiso es nicht mehr Akkuhalter auf dem Markt gibt. Aber wenigstens kann man die Federn aus den eckigen Haltern in einen runden bauen :wink:

@Sailor und Achim
Tönt gut was ihr da redet :lol: Vileicht probierst mal jemand von euch aus...? :D
LG Ibis93
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Do, 30.07.09, 17:19

Wer keine Lust hat, ältere Akkuhalter auseinander zu montieren, kann mir Bescheid sagen. Ich werde Anfang des nä. Monat ein paar Batteriefedern bestellen.

Wie diese aussehen könnt Ihr diesem Datenblatt entnehmen.

Preise:
für Mignon-, Micro- und runde Lipobatterien
17 Cent/Stück (zzgl. Versand)

für Baby- und Monozellen
29 Cent/Stück (zzgl. Versand)

Versandkosten (Luftpolsterbriefumschlag + Briefmarke)
deklariert als Warensendung (nicht versichert)
bis 50g: 80 Cent
bis 500g: 1,75 Euro

Kontakt bitte per PN
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hallo,
da ich erst vergangene Tage das Problem hatte einen HITZEstabielen Akkuhalter zu haben freue ich mich sehr über Eure Beiträge.
Ich denke ich werde so einen Akkuhalter für AA schnellladefähige Akkus bauen.

Kleine Verbesserung zu den Gewindestangen: Es wäre doch eine feine Möglichkeit Gewinderöhrchen zu verwenden. Somit könnte man ,wenn man Senkkopfschrauben verwendet ebenfalls den Platz einsparen.

Gruß
3.14
Borax
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Sa, 28.11.09, 00:04

Ein sehr ähnliches Prinzip hab ich bei meiner Taschenlampe verwendet. Als 'Halterungen' hab ich doppelseitige Platine verwendet (dürfte noch wesentlich HITZEstabiler sein als Plexi) und als 'Kontaktfedern' Reste von Tamiya-Gold-Steckern. Diese habe ich als Streifen einfach auf die Platine gelötet und mit einem Stück Gummi drunter für eine gewisse 'Federwirkung' gesorgt. Ich hab bei Goldkontakten mit Abstand die besten Erfahrungen gemacht.
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