LED direkt mit Spannungsquelle ansteuern

Schaltungen, Widerstände, Spannung, Strom, ...

Moderator: T.Hoffmann

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Danney
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Mi, 17.06.09, 10:57

Hallo zusammen,

Ist es vertretbar, eine 3Watt LED, wie zB SEOUL, direkt an einen Schaltregler der auf 3,5V eingestellt wurde, zu schließen? Das wäre dann nicht die volle Leistung des Emitters, möchte die LED temperaturbedingt mehr Strom ziehen geht das auch nicht, weil die Spannung nicht steigen kann.

Oder ist es besser die LED mit einem kleinen Vorwiderstand an eine Spannung von 4V anzupassen (den Schaltregler also auf 4V konfigurieren)?

Ich suche hier bewusst eine Lösung OHNE Stromquelle, möchte aber auch die Temperaturentwicklung zb über dem Widerstand klein halten...
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Sailor
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Mi, 17.06.09, 11:03

Grundsätzlich ist es möglich, wenn Du Dir sicher bist, dass die Spannungsquelle die vorgegebene Spannung tatsächlich hat und und auch in allen Betriebssituationen beibebehält

und

die LED ausgemessen wurde, da sie bei dieser Spannung bereits mehr als den maximal zulässigen Strom ziehen kann.
Auf die Datenblattangaben allein solltest Du Dich nicht verlassen.
Danney
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Mi, 17.06.09, 11:09

Ließe sich dieses Problem der abweichenden Werte von verschiedenen LEDs lösen wenn ich Vorwiderstände einsetze? Also fängt ein Vorwiderstand das ab?
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Sailor
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Mi, 17.06.09, 11:13

Abfangen kann ein Widerstand das nicht ganz, er mildert aber die Auswirkungen.

Ganz abfangen kann man es nur mit einer KSQ. Da reicht bei kleinen Spannungsunterschieden auch eine einfache lineare KSQ aus, wie sie von CRI vor kurzem vorgestellt wurde.
Fasti
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Mi, 17.06.09, 11:24

Da ist auch noch ein kleiner Verständnisfehler: Bei der LED steigt oder sinkt die Vorwärtsspannung temperaturbedingt, dass heisst wird die LED wärmer sinkt die Vorwärtsspannung und deshalb fliesst mehr Strom durch sie als im "kalten" Zustand, wenn die externe Spannung konstant gehalten wird.
Borax
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Mi, 17.06.09, 11:25

...möchte die LED temperaturbedingt mehr Strom ziehen geht das auch nicht...
Nein, das stimmt so nicht (deshalb braucht man ja eine Konstant-Strom-Quelle und keine Konstant-Spannungs-Quelle).
Angenommen die LED 'zieht' kalt bei 3.5V exakt 700mA, dann entspricht das einem Widerstand von genau 5 Ohm. Wird die LED warm, ändert sich der Widerstand (wird kleiner als 'Extrembeispiel' z.B. auf 4Ohm), so dass jetzt bei der konstant gehaltenen Spannung von 3.5V ein Strom von 875mA fließen würde. Um das zu vermeiden wird eben eine Konstant-Strom-Quelle verwendet, die bei sich änderndem Widerstand die Spannung anpasst, so dass der gleiche Strom fließt. Im obigen Beispiel müsste die Konstant-Strom-Quelle die Spannung auf 2.8V(!) reduzieren.

[EDIT] Fasti war schneller, aber ich ausführlicher...
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P.Sparenborg
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Mi, 17.06.09, 11:45

Ich würde das ganze um ehrlich zu sein auch ein bisschen von der Anwendung abhängig machen. Wenn du weniger als 1000 Betriebsstunden brauchst oder die LED immer nur sehr kurz an ist, dann kommt man häufig auch mit einem einfachen Widerstand aus.
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Sailor
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Mi, 17.06.09, 11:51

Wenn ohnehin schon ein Schaltregler eingesetzt wird sehe ich in einer Spannungsversorgung nur Sinn, wenn diese Spannung auch noch für andere Teile bereitgestellt werden soll und die LED eher nebensächlich ist.

Sonst sollte der Schaltregler "Netzteil" gleich durch den Schaltregler "230 V KSQ" ausgetauscht werden.
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