Hlfe fürParallelschaltung von 11 4W High Power Spot MR16 12V

Schaltungen, Widerstände, Spannung, Strom, ...

Moderator: T.Hoffmann

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albertstuder
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Mo, 05.05.08, 12:54

Ich habe 11 MR16 4 Watt Spots parallel geschaltet. Bei einer Stromaufnahme von ca 400ma pro Spot sollte das angeschlossenen DC Netzteil mit 5A genügen. Doch die Stromaufname steigt mit ca 7 Spots auf einmal sehr stark an und das Netzteil schaltet ein und aus. Ich habe deshalb ein regelbares Netzteil (leider kann dieses nur 3Amax abgeben) angeschlossen und festgestellt das mit 6V und ca 3,8A alle Lampen einwandfrei leuchten. Weshalb steigt der Strom so stark an bei Parallelschaltung? Was für ein Netzgerät muss ich verwenden Strom oder Spannungsstabilisiert?
Kennt jemand eine Lösung für dieses Problem? Vielen Dank zum Voraus für jeden Tip.
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Sailor
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Mo, 05.05.08, 13:05

Das Netzteil sollte spannungsstabilisiert sein.

Hast Du einen Link auf das Datenblatt des verwendeten Netzteils oder wenigstens ein Foto vom Typenschild (zur Not reicht auch abschreiben der Daten)?

Damit herzlich Willkommen im Forum!
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T.Haid
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Mo, 05.05.08, 13:07

Hallo und Willkommen im Forum

Zuerst mal die Frage, was denn bisher für ein Netzteil verwendet wurde? 12V, maximaler Strom dabei 5A. Gibts dazu evtl ein Datenblatt oder ist der Hersteller bekannt, genaue Typenbezeichnung wäre auch nicht schlecht.

I.d.R. ist es sinnvoll, ein stabilisiertes 12V (also Spannung) Gerät zu verwenden, dass entsprechend genügend Strom zur Verfügung hat.
Warum das bisherige Gerät nicht einwandfrei funktioniert, ist mir erstmal nicht so wirklich klar. Und auch die Tatsache, dass dann bei 6V alle Strahler einwandfrei funktionieren ist mir etwas rätselhaft... Aber evtl kennt jemand aus dem Forum eine Antwort...

@Sailor: lol, warst aber verdammt schnell :-)
albertstuder
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Mo, 05.05.08, 15:49

Es handelt sich um ein Netzteil MW Mean Well CLG-60-12 12V stabilisiert 5A max speziell für Aussen von Conrad.de.
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Sailor
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Mo, 05.05.08, 16:03

Dann sollte es dieses Netzgerät sein - und genau dazu hat Conrad kein Datenblatt.

Sind auf dem Netzteil oder in der Beschreibung Angaben zu Dauerstrom und Krurzzeitstrom?
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T.Haid
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http://www.meanwell.com/search/clg-60/default.htm

Hier ist das Datenblatt für das Gerät. Leider sind die Daten soweit absolut in Ordnung, soweit ich das sehen kann, so dass ich fast geneigt bin zu sagen, das es wohl an störenden Frequenzen liegt, zwischen Trafo und Strahler und die Elektronik der Strahler dann nicht mehr zuverlässig arbeitet.
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Sailor
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Mo, 05.05.08, 17:13

Das Netzteil hat einige Besonderheiten, die ich mir noch genauer anschauen muss:

Der Ripple kann wohl die Elektronik der Strahler durcheinanderbringen, aber das glaube ich weniger.

Mein Verdacht richtet sich auf die Fähigkeit, sowohl Konstantspannung als auch Konstantstrom bereitstellen zu können. Deshalb gehe ich zunächst einmal davon aus, dass es zu einem Umschalten im Netzteil kommt und dann ein Schutzmechanismus greift. Der Sache muss ich aber noch nachgehen, da sagt das Datenblatt zu wenig direkt aus, das Blockschaltbild könnte aber schon helfen.

Dauert halt noch ein wenig ...
albertstuder
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Mo, 05.05.08, 20:37

Ein Fehler hat sich beim Eintippen eingeschlichen. Bei 6V ziehen die Spots 2.8A nicht 3.8A. Mich wundert weshalb bei 6 Volt so wenig Strom verbraucht ca 250ma pro Spot wird, speziell weil die Lichtausbeute gemäss meiner Wahrnehmung nicht viel kleiner ist als mit 12 Volt. Was für eine Steuerungselektronik befindet sich im Spot?
albertstuder
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Mo, 05.05.08, 20:38

Kann ich die Spots auch gefahrlos mit tieferen Spannungen betreiben?
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Sailor
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Mo, 05.05.08, 21:12

Das Problem liegt eindeutig im Zusammenspiel der Elektroniken aus Spots und Netzteil, weil das Netzteil eine Besonderheit aufweist: Über die Ausgangsleitungen lassen sich Strom und Spannung durch ein Signal ändern.

Ich habe noch nicht alle Parameter zusammengesetzt, aber ein Signal am Gleichspannungsausgang des Netzteils eingespeist, bewirkt eine Änderung des Ausgangsstromes und der Ausgangsspannung. Mit einer genaueren Erklärung musst Du noch etwas warten, weil die Infos des Herstellers sehr dürftig sind und zuerst zusammengesetzt und die Zwischenergebnisse immer wieder auf ihre Schlüssigkeit geprüft werden müssen.

Festgestellt ist bisher, dass das Problem in der Besonderheit dieses Netzteils liegt. Diese Besonderheit der Steuerung begründet wohl auch den Preis. Mit einem "normalen" Netzteil ohne Steuerungsmöglichkeit "hinten herum" wird das Problem nicht auftreten.

Die Spots können in Grenzen mit Unterspannung betrieben werden ohne Schaden zu nehmen. Wird die Spannung zu niedrig, gehen sie aus.

Beachten musst Du bei einem Dauertest mit Unterspannung nur, dass die Elektronik nicht zu heiss wird. Das habe ich noch nicht getestet.

Dass die LED´s nicht entscheidend dunkler werden hängt mit der abnehmenden Effizienz der LED´s bei höheren Strömen und größerer Wärme zusammen.

So hat eine Q5 bei 350 mA- Betrieb rund 100 Lumen, bei 1 Ampere-Betrieb aber nur 228 Lumen. Da sie bei 1 Ampere-Betrieb aber deutlich wärmer wird, dürfte die tatsächliche Lichtausbeute dann bei 180 bis 200 Lumen liegen. Es sei denn, eine schnelle Wärmeableitung wird sichergestellt. Diese Angaben sind auf die LED bezogen, nicht auf die LED mit Elektronik. Durch die Elektronik wird durch die höhere Spannnung der Strom bei etwa 1/3 der genannten Werte liegen.

Jetzt sehe ich mich noch etwas im Forum um und dann mache ich mich wieder an die Besonderheiten Deines Netzteils.
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dieter_w
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Mo, 05.05.08, 21:51

Sailor hat geschrieben:... aber ein Signal am Gleichspannungsausgang des Netzteils eingespeist, bewirkt eine Änderung des Ausgangsstromes und der Ausgangsspannung ...
Verrate mir mal, wie das funktionieren soll?

Im Datenblatt steht folgendes drin:
Das Netzgerät hat einen Konstantspannungsmodus. Dabei ist die Ausgangsspannung im Bereich 11 ... 13 Volt justierbar.
Weiterhin hat es einen Konstantstrommodus, der Ausgangs-Konstantstrom ist im Bereich zwischen +3% und -25% des Max. Stromes einstellbar (da ist ein Druckfehler in der Spezifikation!), das würde heißen, zwischen 5,15A und 3,75A.
Das deckt sich wieder mit den Angaben im Prüfreport (über den gleichen Link bei MeanWell.com abrufbar).
Jetzt wäre nur noch zu klären, wo sich die Einstellelemente für Strom und Spannung befinden.
Da dies ein IP67-Gerät für den Outdoor-Einsatz ist, sind natürlich im Gehäuse keine Bohrungen oder Durchbrüche, durch die evtl. ein Poti bedient werden könnte. Von daher können diese Einstellregler nur im Inneren des Gerätes angeordnet sein.
Geht das Gehäuse evtl. zu öffnen?
Sailor hat geschrieben:Dass die LED´s nicht entscheidend dunkler werden hängt mit der abnehmenden Effizienz der LED´s bei höheren Strömen und größerer Wärme zusammen.
Das ist nicht die Ursache.
In den Spots ist ein Step-down Konverter mit Konstantstromcharakteristik eingebaut.
Der regelt auf konstanten LED-Strom, egal, wie hoch die Betriebsspannung ist (in gewissen Grenzen natürlich).
Ich habe eine Type, da steht als Betriebsspannungsbereich 6 ... 14 Volt aufgedruckt.

Nur, eins ist verwunderlich, bei kleinerer Betriebsspannung muss eigentlich die Stromaufnahme des Spots ansteigen. Bei meinem ist das der Fall.

In meiner Deckenleuchte im Bad betreibe ich 5 Spots dieser Art parallel am beliebten HIPRO-Netzteil von Pollin (Art.-Nr. 350 630). Keine Probleme, funzt bestens.
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Sailor
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Di, 06.05.08, 07:16

Zu 1: Die Antwort findest Du im Blockschaltbild:
Die Regelung erfolgt wie ich oben geschrieben habe, über den Ausgang. Diese Art der Regelung von elektronischen Schaltungen wird öfter praktiziert. Die Grundschaltung dazu wurde zumindest früher an den Techniker- und Ingenieurschulen gelehrt.

Was mir bisher noch fehlt ist die Spezifikation dieses Eingangs.

Der Versuch, mit dem Netzteil so etwas wie eine "eierlegende Wollmilchsau" zu bauen, führt zu dem geschilderten Problem: mehrere steuerbare Regelkreise und die Schutzschaltungen könnern beim Anschluss von nachregelnden oder schwingenden Baugruppen am Netzteil zu unerwünschten, manchmal auch zufälligen Wirkungen im Netzteil führen.

Zu 2: Du beschreibst ein anderes Problem (deshalb hast Du auch das Problem mit dem kleineren Strom, der eigentlich größer sein müsste), gehst damit aber nicht auf die Frage ein.

Der Wandler kann bis einer Spannung, die je nach Typ des Wandlers zwischen 6 und 7 Volt liegt, die LED bei gleicher Helligkeit halten. Bei einer Spannung unter diesem Bereich lässt der Strom nach, ohne dass die LED gleich viel dunkler erscheint.

Danach richtete sich die Frage und die habe ich richtig beantwortet, vielleicht fehlt noch der Hinweis, dass das Auge auch noch einiges ausgleicht ...
mathiegi
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Di, 06.05.08, 15:33

hi

hatte das selbe Problem, hatte 6Stk. 4W MR16 an einem überdimensionierten stabilisierten 12V DC Netzteil hängen. Das Ding hat dann öfter begonnen laut zu surren uns die LEDs flackerten.
Dann hab ich zum trotz ein stinknormalen unstabilisierten Halogentrafo ca. 11Volt und 30VA rangebastelt; so läuft die Leuchte bereits mehr als ein halbes Jahr problemlos.

Gruss

mathiegi
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dieter_w
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Di, 06.05.08, 16:14

Sailor hat geschrieben:Ich habe noch nicht alle Parameter zusammengesetzt, aber ein Signal am Gleichspannungsausgang des Netzteils eingespeist, bewirkt eine Änderung des Ausgangsstromes und der Ausgangsspannung. Mit einer genaueren Erklärung musst Du noch etwas warten, weil die Infos des Herstellers sehr dürftig sind und zuerst zusammengesetzt und die Zwischenergebnisse immer wieder auf ihre Schlüssigkeit geprüft werden müssen.
Ein Anruf beim Deutschland-Importeur dieser Geräte, der Fa. FG-Elektronik GmbH, D-90607 Rückersdorf, ergab, dass die Angaben über etwaige Einstellmöglichkeiten von Spannung und Strom im Datenblatt falsche Angaben sind. Das betreffende Gerät hat *KEINE* derartigen Justagemöglichkeiten. Weder auf herkömmliche Art per Einstellregler, noch irgend welche anderen paraphysikalischen Einflussmöglichkeiten.

So viel dazu. Und tschüss.
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Sailor
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Di, 06.05.08, 16:23

Dann ist auch das Blockschaltbild falsch und das Netzteil den Preis nicht wert!

Aber ich warte noch auf einige Info´s dazu.
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Mirfaelltkeinerein
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Di, 06.05.08, 18:05

Wenn der Effekt wirklich durch die Lastcharakteristik der Spots kommt, kann man das eventuell durch einen zusätzlichen parallelen Elko vermindern. Vielleicht auch zusätzlich noch eine (dicke) Drossel in den Ausgangskreis direkt an die Plus-Klemme des Netzteils. Damit baut man einen LC-Filter, der Schmutzeffekte der Last vom Netzteil fernhält.
Ich habe auch ein Schaltnetzteil aus einem alten externen Festplattengehäuse. Wenn man da mehr als zwei Kaltkathodenröhreninverter anschließt, schaltet es sich auch ab. Von der Leistung her müsste es aber locker funktionieren. Ich hatte da nicht weiter geforscht, weil es mit einem anderen (leiseren und kleineren) funktionierte.
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dieter_w
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Di, 06.05.08, 18:18

Sailor hat geschrieben:Dann ist auch das Blockschaltbild falsch
Was genau ist im Blockschaltbild falsch?
Dort ist keinerlei Justagemöglichkeit für Spannung und Strom eingezeichnet.
Falls du das meinst: O.V.P heißt over voltage protection (Überspannungsschutz), O.C.P. ist over current protection, d.h. Überstromschutz, also der Konstantstrombetrieb bei 5A im Kurzschlussfall und bei Lastüberschreitung.
und das Netzteil den Preis nicht wert!
Ja, das Ding ist sauteuer, aber dieSchutzart IP67 hat man noch nie zum Schleuderpreis bekommen. Die lässt sich jeder gut bezahlen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Schutzart
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