Hallo Leute,
ich hab zwei Probleme. Ich dachte ich ich wär ganz gescheid und bastel mir mal schnell so Lampen. Ich habe 9 Lampen in einem Zimmer, wobei ich jede Lampe mit einem einzelnen Netzteil betreibe. Da ich dafür neun 12V/5A Netzteile verwende, hauts mir beim einschalten die 16A-Sicherung raus. Leg ich die Sicherung wieder rein, klappts. Das ist aber nicht im Sinne des Erfinders.
Mein zweites Problem ist, ich hab auch nen Bock mit den LEDs selbst geschossen. Ich habe dafür eine Mischung aus warmweissen LEDs (Nichia NSPLR70CSS-K1) und reinweisse (Nichia NSPWR70CSS-K1) verwendet. Die brauchen max. 60mA und max 3.5V. Der Bock dabei ist, dass ich dachte, ich betreibe die LEDs mit Reserve, 40mA und 3,0V. Dazu hab ich immer 4 LEDs in Reihe gesetzt, dann ergibt das 12V und mit 40mA ergeben sich dann 300 Ohm Vorwiderstand.
Jetzt hab ich in einem Anfänger-Thread gelesen, dass das total falsch ist. Richtigerweise hätte ich 3 LEDs bei einem 25 Ohm Widerstand betreiben können, dann sind die LEDs ausgelastet.
Jetzt brauch ich hilfe...
Zu Problem 1:
Reichts, wenn ich einfach ne 32A Sicherung reinmachen lasse oder sollte ich das ganz anders anstellen..
Zu Problem 2:
Da die LEDs damit total unterfordert sind, glaube ich zu wissen. Aber überfordere ich gleichzeitig damit das Netzteil?
Wie sollte ich die Konstellation am besten ändern um mit möglichst wenig Aufwand da eine halbwegs intelligente Lösung draus zu machen??
Vielen Dank schonmal im Voraus für eure Antworten!!
Eigenbau-LED-Lampen falsch dimensioniert
Moderator: T.Hoffmann
Hi xenic und willkommen im Forum,

Zu deiner ersten Frage:
Schaltest du die Lampen alle gleichzeitig an? Das die Sicherung bei so vielen Lampen auslöst ist kein Wunder. Die Schaltnetzteile haben in der Regel einen hohen Einschaltstrom der wesentlich höher ist als der Betriebsstrom. Nichts desto trotz solltest du unter keinen Umständen die 16A Sicherung durch eine 32A Sicherung ersetzen. Im schlimmsten Fall kann dir dann die Bude abfackeln weil die verlegten Leitungen den höhren Strom nicht vertragen. Was für eine 16A Sicherung hast du denn momentan (flink, mittelträge, träge)? Wenn du eine flinke Sicherung hast, kannst du versuchen diese mit einer trägen 16A Sicherung zu tauschen. Diese löst dann nicht ganz so schnell aus.
Zur Frage 2:
Das kommt auf das Netzteil an. Wenn du ein 12V/5A Netzteil verwendest kannst du maximal 60W ziehen. Bei mehr als 60W schalten gute Netzteile ab bzw. eine Sicherung löst aus. Schlechte Netzteil können aber auch abrauchen. War deine Schaltung schon in Betrieb?? Leuchten die LEDs mit deiner Schaltung?
Frage3:
Wie du schon geschrieben hast, ich würde ein 27 Ohm Widerstand mit drei LEDs in Reihe schalten. So fallen an jeder LED 3,5V ab und es fließt ca. ein Strom von 55mA. LEDs sollten aber niemals direkt an ein Netzteil angeschlossen werden. Da die Helligkeit der LEDs über den Strom geregelt werden kann, sollte immer eine Kostantstromquelle verwendet werden. Wird keine Kostantstromquelle verwendet erkennt man häufig ein Flackern der LEDs welches durch Stromspitzen verursacht wird.
Hier mal ein Link: http://www.mikrocontroller.net/articles ... tromquelle
lg, Worzel
Du hast 9 Lampen in einem Zimmer und jede Lampe betreibst du mit einem 12V/5A Netzteil??? Da frag ich mich doch wie groß das Zimmer ist, das du in einem Zimmer 9 Lampen benötigst.xenic hat geschrieben:Ich habe 9 Lampen in einem Zimmer, wobei ich jede Lampe mit einem einzelnen Netzteil betreibe. Da ich dafür neun 12V/5A Netzteile verwende, hauts mir beim einschalten die 16A-Sicherung raus.
Zu deiner ersten Frage:
Schaltest du die Lampen alle gleichzeitig an? Das die Sicherung bei so vielen Lampen auslöst ist kein Wunder. Die Schaltnetzteile haben in der Regel einen hohen Einschaltstrom der wesentlich höher ist als der Betriebsstrom. Nichts desto trotz solltest du unter keinen Umständen die 16A Sicherung durch eine 32A Sicherung ersetzen. Im schlimmsten Fall kann dir dann die Bude abfackeln weil die verlegten Leitungen den höhren Strom nicht vertragen. Was für eine 16A Sicherung hast du denn momentan (flink, mittelträge, träge)? Wenn du eine flinke Sicherung hast, kannst du versuchen diese mit einer trägen 16A Sicherung zu tauschen. Diese löst dann nicht ganz so schnell aus.
Zur Frage 2:
Das kommt auf das Netzteil an. Wenn du ein 12V/5A Netzteil verwendest kannst du maximal 60W ziehen. Bei mehr als 60W schalten gute Netzteile ab bzw. eine Sicherung löst aus. Schlechte Netzteil können aber auch abrauchen. War deine Schaltung schon in Betrieb?? Leuchten die LEDs mit deiner Schaltung?
Frage3:
Wie du schon geschrieben hast, ich würde ein 27 Ohm Widerstand mit drei LEDs in Reihe schalten. So fallen an jeder LED 3,5V ab und es fließt ca. ein Strom von 55mA. LEDs sollten aber niemals direkt an ein Netzteil angeschlossen werden. Da die Helligkeit der LEDs über den Strom geregelt werden kann, sollte immer eine Kostantstromquelle verwendet werden. Wird keine Kostantstromquelle verwendet erkennt man häufig ein Flackern der LEDs welches durch Stromspitzen verursacht wird.
Hier mal ein Link: http://www.mikrocontroller.net/articles ... tromquelle
lg, Worzel
Ich verwende ebenfalls diese LED, 120 Stück davon, 60 Weiß, 60 Warmweiß in einer Lampe.
Bei 60 mA kommen so rund 1.8 A oder 21 Watt zustande. Pfiffig gemacht kommt man unter 17 Watt.
Bei 3 Volt und 40 mA, wofür ein 1 Ohm-Widerstand gereicht hätte, wäre die Last noch viel geringer.
Die 2400 Lumen reichen hier als Deckenfluter für den ganzen Raum.
Wieso da nun 5 A Netzteile nötig sind, und gleich 9(!?!) davon, kann ich mir nicht erklären.
Wie viel dieser LED befinden sich denn in jeder dieser Lampen?
Und warum in Gottes Namen hast du davon 9 Stück?
Würde man so viele dieser LED anschliessen um auch nur ein 5A-Netzteil auszulasten, käme
man auf über 6500 Lumen.
Bei 60 mA kommen so rund 1.8 A oder 21 Watt zustande. Pfiffig gemacht kommt man unter 17 Watt.
Bei 3 Volt und 40 mA, wofür ein 1 Ohm-Widerstand gereicht hätte, wäre die Last noch viel geringer.
Die 2400 Lumen reichen hier als Deckenfluter für den ganzen Raum.
Wieso da nun 5 A Netzteile nötig sind, und gleich 9(!?!) davon, kann ich mir nicht erklären.
Wie viel dieser LED befinden sich denn in jeder dieser Lampen?
Und warum in Gottes Namen hast du davon 9 Stück?
Würde man so viele dieser LED anschliessen um auch nur ein 5A-Netzteil auszulasten, käme
man auf über 6500 Lumen.
- Achim H
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Wenn es die 12V/5A Schaltnetzteile von Mean Well (hier aus dem Shop) sind, dann fließen max. 540 Ampere (9x 60A) in einer ein-hunderstel Sekunde. Dass eine 16A Sicherung da anspringt, dürfte logisch sein. Und der Lichtschalter macht so einen hohen Stoßstrom auch nicht lange mit.
Um den Strom zu begrenzen, sollte jeder Phase zu jedem SNT ein 15 bis 30 Ohm NTC vorgeschaltet werden. Zweckdienlich sollten sich die Netzteile nacheinander einschalten. Und das kann man so erreichen:
(Schutz-Dioden an den Relais habe ich weg gelassen. Bild ist nur symbolisch.)
Jedes SNT wird mit 500ms (die Setup-Zeit) verzögert eingeschaltet. Die Zeit bis auch das letzte SNT Spannung liefert, ist 9mal die Setup-Zeit (9x 500ms = 4500ms = 4,5 Sekunden).
Um den Strom zu begrenzen, sollte jeder Phase zu jedem SNT ein 15 bis 30 Ohm NTC vorgeschaltet werden. Zweckdienlich sollten sich die Netzteile nacheinander einschalten. Und das kann man so erreichen:
(Schutz-Dioden an den Relais habe ich weg gelassen. Bild ist nur symbolisch.)
Jedes SNT wird mit 500ms (die Setup-Zeit) verzögert eingeschaltet. Die Zeit bis auch das letzte SNT Spannung liefert, ist 9mal die Setup-Zeit (9x 500ms = 4500ms = 4,5 Sekunden).
Danke für die bisherigen Antworten.
Ich habe 80 LEDs pro Lampe verbaut. Ich möchte die auch gar nicht am Maximum laufen lassen. Das zum einen aus Lebensdauer-Gründen und zum anderen hab ich heute mal ein Cluster mit optimalem Vorwiderstand laufen lassen - da wirst ja blind, wennst rein schaust...
Ich hab das Netzteil (Mean Well LPV-60-12) aus dem Shop hier verwendet.
Die Lampen leuchten sehr angenehm so, wie ich sie gelötet hab. Es flakert nichts, aber es dauert gut 2 Sekunden, bis die Lampe ausgeht, nachdem ich den Lichtschalter ausschalte.
Das mit dem SNT ist schonmal eine sehr gute Idee, ganau so etwas habe ich gesucht. Danke hierfür
Die 9 Lampen sind im Badezimmer und haben letztendlich einen rein optischen Grund.
Wenn ich nur 8 Lampen betreibe, dann klappts. Aber auch nur, wenn sonst nichts anderes im Zimmer läuft.
Also ich fasse jetzt mal eure Antworten zusammen, wenn ich etwas fehlinterpretiert habe, klopft mir bitte gleich auf die Finger...
-Das Cluster mit 4 LEDs und 300Ohm Vorwiderstand ist nicht tragisch, eventuell kann ich die 300Ohm mit einem 1ohmigen Widerstand ersetzen.
-Ich muss unbedingt vermeiden, dass alle Lampen gleichzeitig einschalten.
Kann ich eventuell mehrere Lampen mit einem Netzteil laufen lassen? Ich habe aber nur ein 5adriges Kabel in der Decke, also nicht wirklich viel Spielraum dafür.
Ich habe 80 LEDs pro Lampe verbaut. Ich möchte die auch gar nicht am Maximum laufen lassen. Das zum einen aus Lebensdauer-Gründen und zum anderen hab ich heute mal ein Cluster mit optimalem Vorwiderstand laufen lassen - da wirst ja blind, wennst rein schaust...
Ich hab das Netzteil (Mean Well LPV-60-12) aus dem Shop hier verwendet.
Die Lampen leuchten sehr angenehm so, wie ich sie gelötet hab. Es flakert nichts, aber es dauert gut 2 Sekunden, bis die Lampe ausgeht, nachdem ich den Lichtschalter ausschalte.
Das mit dem SNT ist schonmal eine sehr gute Idee, ganau so etwas habe ich gesucht. Danke hierfür
Die 9 Lampen sind im Badezimmer und haben letztendlich einen rein optischen Grund.
Wenn ich nur 8 Lampen betreibe, dann klappts. Aber auch nur, wenn sonst nichts anderes im Zimmer läuft.
Also ich fasse jetzt mal eure Antworten zusammen, wenn ich etwas fehlinterpretiert habe, klopft mir bitte gleich auf die Finger...
-Das Cluster mit 4 LEDs und 300Ohm Vorwiderstand ist nicht tragisch, eventuell kann ich die 300Ohm mit einem 1ohmigen Widerstand ersetzen.
-Ich muss unbedingt vermeiden, dass alle Lampen gleichzeitig einschalten.
Kann ich eventuell mehrere Lampen mit einem Netzteil laufen lassen? Ich habe aber nur ein 5adriges Kabel in der Decke, also nicht wirklich viel Spielraum dafür.
@stoske:
Deine 1,8A bei 120 LEDs interpretier ich so:
Du hast ein Cluster mit 4 LEDs, daher brauchst du 120/4=30 mal 60mA ; 30x60mA=1,8A
Ich betreibe meine LEDs mit 40mA und 80 LEDs pro Lampe. Das bedeutet 20x40mA = 0,8A
Auf alle 9 Lampen umgerechnet, wären das 9x0,8A = 7,2A, also zuviel für ein Netzteil.
Da ich aber ein 5adriges Kabel habe, könnte ich doch einmal 5 und einmal 4 Lampen mit einem Netzteil bedienen und hätte somit einmal 4A und einmal 3,2A. Und mit zwei Netzteilen sollte ich wohl kein Problem bekommen, wenn ich die gleichzeitig einschalte..
Liege ich da richtig?
Deine 1,8A bei 120 LEDs interpretier ich so:
Du hast ein Cluster mit 4 LEDs, daher brauchst du 120/4=30 mal 60mA ; 30x60mA=1,8A
Ich betreibe meine LEDs mit 40mA und 80 LEDs pro Lampe. Das bedeutet 20x40mA = 0,8A
Auf alle 9 Lampen umgerechnet, wären das 9x0,8A = 7,2A, also zuviel für ein Netzteil.
Da ich aber ein 5adriges Kabel habe, könnte ich doch einmal 5 und einmal 4 Lampen mit einem Netzteil bedienen und hätte somit einmal 4A und einmal 3,2A. Und mit zwei Netzteilen sollte ich wohl kein Problem bekommen, wenn ich die gleichzeitig einschalte..
Liege ich da richtig?
Bei vier dieser LED in Reihe werden auch mit 1Ω-Widerstand kaum 40 mA erreicht.
Liefert das Netzteil etwas mehr, kann es auch etwas mehr werden, wahrscheinlich
wird es aber eher weniger sein. Alle 80 brauchen dann gerade mal 800 mA, was
bedeutet, dass du sogar sechs dieser Lampen an einem dieser Netzteile betreiben
könntest. Im Ganzen (eines 5, eines 4) reichen also zwei Netzteile oder neun mit
nur 1A.
Nachtrag: Du warst schneller - und ja, wie du siehst, lagst du genau richtig.
Liefert das Netzteil etwas mehr, kann es auch etwas mehr werden, wahrscheinlich
wird es aber eher weniger sein. Alle 80 brauchen dann gerade mal 800 mA, was
bedeutet, dass du sogar sechs dieser Lampen an einem dieser Netzteile betreiben
könntest. Im Ganzen (eines 5, eines 4) reichen also zwei Netzteile oder neun mit
nur 1A.
Nachtrag: Du warst schneller - und ja, wie du siehst, lagst du genau richtig.
Kann mir mal jemand zeigen, wie man auf einen Widerstandswert von 1 Ohm kommt?
@ xenic:
Du hast hier so ziemlich alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann. Nicht negativ gemeint, aber ein Paradebeispiel für Anfängerfehler.
Anscheinend bist Du davon ausgegangen, dass die LED-Leistung der Leistung von Glühbirnen entsprechen muss. (12V x 5 A x 9 = 540 W, was aber schon extrem hell wäre) Korrekt wäre Glühlampenleistung durch 8 = LED-Leistung (ungefähr).
Weiterhin hast Du einfach die Ströme der einzelnen LEDs addiert, ohne zu berücksichtigen, dass sich die Ströme bei einer Reihenschaltung nicht addieren.
Schließlich hast Du den Widerstand ohne Berücksichtigung der Vorwärtsspannungen der LEDs berechnet.
Das Ergebnis - aufgrund der Tatsache, dass die Vorwärtsspannungen der LEDs eher etwas unter den typischen Werten liegen (Erfahrungswert) ist, dass Du die Super-Flux-LEDs bei einem Strom von irgendwo zwischen 1 und etwas über 5 mA betreibst. Deine Netzteile sind damit mit weniger als 5% ausgelastet, also ziemlich krass überdimensioniert.
Die Lichtausbeute liegt damit momentan (aufgrund der Richtwirkung von LEDs) irgendwo zwischen 100 und 200 W Glühlampenlicht. Das mag Dir hell vorkommen, ist aber nur ein Bruchteil dessen, was die LEDs liefern können.
Du hast - bezogen auf Dein Projekt und die fertigen Lampen - eigentlich nur zwei Möglichkeiten:
1. Alles wieder auseinandernehmen und neu verdrahten (3 LEDs in Reihe mit passendem Vorwiderstand). Der Aufwand wäre natürlich immens.
2. Das Beste aus Deiner bisherigen Verdrahtung machen und diese zu modifizieren. Hierzu musst Du nur die eine oder andere Spannungsmessung mit einem Multimeter machen und die Widerstände austauschen.
Eine Reihenschaltung von 4 LEDs an einer Konstantspannungsquelle ist aufgrund der Toleranzen der einzelnen Elemente nicht ganz so einfach, wie es scheint.
Nicht nur die Vorwärtsspannungen der LEDs unterliegen gewissen Toleranzen, sondern auch die Netzteile. Das von Dir angegebene Netzteil hat eine Toleranz der Ausgangsspannung von 5 %.
Daraus ergibt sich eine Ausgangsspannung von 11,4 V bis max. 12,6 V.
Die "worst-Case-Bedingung" wäre daher 12,6 V Betriebsspannung bei 11,6 V LED-Spannung @ 50mA:
Nach obigem Beispiel kannst Du die erforderlichen Vorwiderstände sicherlich selbst berechnen.
@ xenic:
Du hast hier so ziemlich alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann. Nicht negativ gemeint, aber ein Paradebeispiel für Anfängerfehler.
Anscheinend bist Du davon ausgegangen, dass die LED-Leistung der Leistung von Glühbirnen entsprechen muss. (12V x 5 A x 9 = 540 W, was aber schon extrem hell wäre) Korrekt wäre Glühlampenleistung durch 8 = LED-Leistung (ungefähr).
Weiterhin hast Du einfach die Ströme der einzelnen LEDs addiert, ohne zu berücksichtigen, dass sich die Ströme bei einer Reihenschaltung nicht addieren.
Schließlich hast Du den Widerstand ohne Berücksichtigung der Vorwärtsspannungen der LEDs berechnet.
Das Ergebnis - aufgrund der Tatsache, dass die Vorwärtsspannungen der LEDs eher etwas unter den typischen Werten liegen (Erfahrungswert) ist, dass Du die Super-Flux-LEDs bei einem Strom von irgendwo zwischen 1 und etwas über 5 mA betreibst. Deine Netzteile sind damit mit weniger als 5% ausgelastet, also ziemlich krass überdimensioniert.
Die Lichtausbeute liegt damit momentan (aufgrund der Richtwirkung von LEDs) irgendwo zwischen 100 und 200 W Glühlampenlicht. Das mag Dir hell vorkommen, ist aber nur ein Bruchteil dessen, was die LEDs liefern können.
Du hast - bezogen auf Dein Projekt und die fertigen Lampen - eigentlich nur zwei Möglichkeiten:
1. Alles wieder auseinandernehmen und neu verdrahten (3 LEDs in Reihe mit passendem Vorwiderstand). Der Aufwand wäre natürlich immens.
2. Das Beste aus Deiner bisherigen Verdrahtung machen und diese zu modifizieren. Hierzu musst Du nur die eine oder andere Spannungsmessung mit einem Multimeter machen und die Widerstände austauschen.
Eine Reihenschaltung von 4 LEDs an einer Konstantspannungsquelle ist aufgrund der Toleranzen der einzelnen Elemente nicht ganz so einfach, wie es scheint.
Nicht nur die Vorwärtsspannungen der LEDs unterliegen gewissen Toleranzen, sondern auch die Netzteile. Das von Dir angegebene Netzteil hat eine Toleranz der Ausgangsspannung von 5 %.
Daraus ergibt sich eine Ausgangsspannung von 11,4 V bis max. 12,6 V.
Die "worst-Case-Bedingung" wäre daher 12,6 V Betriebsspannung bei 11,6 V LED-Spannung @ 50mA:
Nach obigem Beispiel kannst Du die erforderlichen Vorwiderstände sicherlich selbst berechnen.
- CRI 93+ / Ra 93+
- Auserwählter

- Beiträge: 2801
- Registriert: So, 19.10.08, 23:56
- Wohnort: Hannover
Moin!
Mein Tipp wäre, dass Du jeder 4er-Reihe einen 10-Ohm-Vorwiderstand verpasst und statt 5A-Netzteile lieber 700mA-230V-KSQs (das sind letztlich auch nur Schaltnetzteile, aber mit Strombegrenzung, daref man aber nur auf 230V-Seite Schalten, sonst killt man die LEDs)
Die 700mA-KSQs sollten aber möglichst für mindesten 7 LEDs geeignet sein, damit sie nicht am Limit laufen und länger leben. Funktionieren tut's natürlich auch mit Modellen für max. 4 LEDs in Reihe.
Ein gemeinsamer NTC als Einschaltstrombegrenzer reicht dann Problemlos aus. Am besten in feuerfester Metalldose und evtl. noch mit zusätzlicher Schmelzsicherung ca. 2,5 bis 6,3 Ampere träge.
Du hättest folgende Vorteile
-Die LEDs werden unabhängig von ihrere Temperatur immer optimal mit Strom versorgt
-es gibt gut Reserve für lange Lebensdauer (WENN Du sie denn nicht so dicht gepackt hast, dass die Normale Betriebswärme zum Problem wird)
-die LEDs bleiben aber auch nicht unnötig dunkel
-Du hast einen wesentlich geringeren Einschaltstrom (und 1 NTC für alle KSQs sollte reichen)
-Du musst keine zusätzlichen Leitungen verlegen (falls aber doch: dann nimm doch ein Netzteil für alle Leuchten, ABER ACHTUNG: 5A/12V erfordert fast den gleichen Querschnitt wie die normale 230V-Installation!)
-9 Stück 60-Watt-Netzteile übrig
Bei einer 700mA-KSQ (800 mA-KSQ sind eher rar) fließen durch jede LED dann 35 mA, je nach Fertigungstoleranz und Temperatur auch mal 1-2 mA mehr oder weniger ---- um diese Varianz aber sichergestellt so gering zu halten musst Du trotz KSQ unbedingt je 4er-Reihe einen 10-Ohm-Widerstand vorsehen! (Wenn Du die LEDs alle einzeln ausmisst, kannst Du evtl. auch auf 1 Ohm runter, den tatsächlichen Strom kannst Du anhand der am Widerstand abfallenden Spannung ganz exakt bestimmen, 10 Ohm ist halt nur sicherer, u.U. müssen es sogar bis zu 47 Ohm sein, wenn die Vorwärtsspannungen der LEDs zu sehr variieren.)
Bei 10 Ohm bleiben pro Widerstand 0,35V * 0,035 A = 12,25 mW als Verlust. * 20 macht das pro Leuchte gerade mal 0,245W Verlust. Bei 9,1 Watt pro Leuchte (ich gehe von 13 Volt aus) ein verschwinden geringer Anteil.
4 LEDs an 12V und 1 Ohm *kann* gut gehen, empfhele ich Dir aber nicht, da LEDs mit zunehmender Temperatur eine geringer werdende Vorwärtsspannung haben, was dann einen exponentiellen Anstieg des Strom zufolge hat, KANN es aber auch passieren, dass im Sommer aus den derzeitgen evtl. nur 30 mA pro LED schnell 100 mA werden, denn wenn die LEDs warm sind, steigt der Strom, die Vorwärtsspannung sinkt, der Strom steigt noch weiter usw. LEDs ohne Strombegrenzung sind potentielle Selbstzerstörer. Dieser Teufelskreis wird allein dadurch aufgehalten, dass ein steigender Strom wieder eine höhere LED-Spannung erzwingt, aber das wirkt dem Stromanstieg nur bis zu einem gewissen Punkt ausreichend entgegen.
Dieser Hinweis scheint mir noch wichtig: eine LED hat niemals eine bestimmte Spannung, mit der sie betrieben werden muss! Die u.U. angegebenen 3,5V sind nur ein Richtwert (bei guten LEDs sind 3,5V schon eher ein mieser ausreißer nach oben), die tatsächliche Spannung kann sich aber theoretisch im Bereich 2,7 bis 4,5V bewegen (in der Praxis sind es dann doch eher 2,9 bis 3,1, max. 3,5V)
Diese Spannung darf man nicht vorgeben! Man muss immer den Strom vorgeben, die Spannung ergibt sich dann von selbst, eben Abhängig von der LED. Nur so erhält man optimale Lebensdauer bei optimaler Lichtausbeute.
Mein Tipp wäre, dass Du jeder 4er-Reihe einen 10-Ohm-Vorwiderstand verpasst und statt 5A-Netzteile lieber 700mA-230V-KSQs (das sind letztlich auch nur Schaltnetzteile, aber mit Strombegrenzung, daref man aber nur auf 230V-Seite Schalten, sonst killt man die LEDs)
Die 700mA-KSQs sollten aber möglichst für mindesten 7 LEDs geeignet sein, damit sie nicht am Limit laufen und länger leben. Funktionieren tut's natürlich auch mit Modellen für max. 4 LEDs in Reihe.
Ein gemeinsamer NTC als Einschaltstrombegrenzer reicht dann Problemlos aus. Am besten in feuerfester Metalldose und evtl. noch mit zusätzlicher Schmelzsicherung ca. 2,5 bis 6,3 Ampere träge.
Du hättest folgende Vorteile
-Die LEDs werden unabhängig von ihrere Temperatur immer optimal mit Strom versorgt
-es gibt gut Reserve für lange Lebensdauer (WENN Du sie denn nicht so dicht gepackt hast, dass die Normale Betriebswärme zum Problem wird)
-die LEDs bleiben aber auch nicht unnötig dunkel
-Du hast einen wesentlich geringeren Einschaltstrom (und 1 NTC für alle KSQs sollte reichen)
-Du musst keine zusätzlichen Leitungen verlegen (falls aber doch: dann nimm doch ein Netzteil für alle Leuchten, ABER ACHTUNG: 5A/12V erfordert fast den gleichen Querschnitt wie die normale 230V-Installation!)
-9 Stück 60-Watt-Netzteile übrig
Bei einer 700mA-KSQ (800 mA-KSQ sind eher rar) fließen durch jede LED dann 35 mA, je nach Fertigungstoleranz und Temperatur auch mal 1-2 mA mehr oder weniger ---- um diese Varianz aber sichergestellt so gering zu halten musst Du trotz KSQ unbedingt je 4er-Reihe einen 10-Ohm-Widerstand vorsehen! (Wenn Du die LEDs alle einzeln ausmisst, kannst Du evtl. auch auf 1 Ohm runter, den tatsächlichen Strom kannst Du anhand der am Widerstand abfallenden Spannung ganz exakt bestimmen, 10 Ohm ist halt nur sicherer, u.U. müssen es sogar bis zu 47 Ohm sein, wenn die Vorwärtsspannungen der LEDs zu sehr variieren.)
Bei 10 Ohm bleiben pro Widerstand 0,35V * 0,035 A = 12,25 mW als Verlust. * 20 macht das pro Leuchte gerade mal 0,245W Verlust. Bei 9,1 Watt pro Leuchte (ich gehe von 13 Volt aus) ein verschwinden geringer Anteil.
4 LEDs an 12V und 1 Ohm *kann* gut gehen, empfhele ich Dir aber nicht, da LEDs mit zunehmender Temperatur eine geringer werdende Vorwärtsspannung haben, was dann einen exponentiellen Anstieg des Strom zufolge hat, KANN es aber auch passieren, dass im Sommer aus den derzeitgen evtl. nur 30 mA pro LED schnell 100 mA werden, denn wenn die LEDs warm sind, steigt der Strom, die Vorwärtsspannung sinkt, der Strom steigt noch weiter usw. LEDs ohne Strombegrenzung sind potentielle Selbstzerstörer. Dieser Teufelskreis wird allein dadurch aufgehalten, dass ein steigender Strom wieder eine höhere LED-Spannung erzwingt, aber das wirkt dem Stromanstieg nur bis zu einem gewissen Punkt ausreichend entgegen.
Dieser Hinweis scheint mir noch wichtig: eine LED hat niemals eine bestimmte Spannung, mit der sie betrieben werden muss! Die u.U. angegebenen 3,5V sind nur ein Richtwert (bei guten LEDs sind 3,5V schon eher ein mieser ausreißer nach oben), die tatsächliche Spannung kann sich aber theoretisch im Bereich 2,7 bis 4,5V bewegen (in der Praxis sind es dann doch eher 2,9 bis 3,1, max. 3,5V)
Diese Spannung darf man nicht vorgeben! Man muss immer den Strom vorgeben, die Spannung ergibt sich dann von selbst, eben Abhängig von der LED. Nur so erhält man optimale Lebensdauer bei optimaler Lichtausbeute.


