Helle LED ohne Wärmeentwicklung?

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Moderator: T.Hoffmann

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LutzKraemer
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Beiträge: 2
Registriert: Mo, 12.02.24, 09:18

Mo, 12.02.24, 12:58

Hallo und vielen Dank für die Aufnahme in eurem Forum.

Ich stehe vor folgendem Problem.
Auf der Arbeit benutze ich eine qualitativ hochwertige Lupenbrille mit Beleuchtung. Zu Hause habe ich ebenfalls eine jedoch sehr günstige Lupenbrille mit Beleuchtung. Die Helligkeit der günstigen Lampe ist allerdings nur ein Bruchteil der Hochwertigen.
Über die Hersteller und Spezifikationen beider verbauten LEDs habe ich leider keine Angaben. Nach Vermessung kann ich sagen:
Hochwertig unter Vollast - 3,38V mit 380mA ergibt rund 1,3 Watt
Günstig unter Vollast - 3,06V mit 550mA ergibt rund 1,7 Watt
Obwohl die günstige LED einen höheren Verbrauch hat, ist die Lichtausbeute minimal gegenüber der hochwertigen LED.
Bereits probiert habe ich eine (sogar 4 parallel) 5mm LED mit je 35000 mcd mit mäßigen Erfolg. Ebenfalls habe ich eine hochleistungs LED mit 1 Watt und 110 Lumen. Auch hier nur mäßiger Erfolg. Darüber hinaus war festzustellen, dass die hochleistungs LED nach wenigen Sekunden extrem heiß wurde, was bei meinen Lupenbrillen nicht der Fall ist. Auch nach Stunden der Benutzung ist keine merkliche Wärmeentwicklung an den Beleuchtungen der Lupenbrillen fühlbar.

Meine Frage an Euch wäre nun, ob jemand eine Idee hat, um welche LED es sich bei der hochwertigen Lupenbrille handeln und wo man sie beziehen kann? Gebe ich bei Conrad "Highpower LED SMD" ein, bekomme ich sehr viele Ergebnisse jedoch finde ich dort keine Angaben über die Wärmeentwicklung.

Im Anhang noch Fotos von der (a) LED der hochwertigen Lupenbrille. Was da eventuell noch an Elektronik verbaut ist weiß ich nicht. Möchte sie aus Angst vor Beschädigungen nicht weiter zerlegen. (b) ist die oben erwähnte hochleistungs LED.

Vielen Dank für eure Antworten.
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Sailor
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Di, 13.02.24, 15:36

2 Bauteile spielen eine Rolle: LED und Linse

Die Güte der Linse muss stimmen.
LED und Linse müssen zusammenpassen (aufeinander abgestimmt sein).
Bei einem großen Abstrahlwinkel wird eine große Fläche beleuchtet, dafür ist diese dann weniger hell.
Wird der Abstrahlwinkel zu groß, kann es zu Lichteinstreuungen ins Brillenglas kommen.

Eine High-Power-LED benötigt eine Kühlung, die abgebildete Star-Platine (b) reicht nicht aus.
Die abgegebene Wärme reduziert sich bei LED mit hohem Wirkungsgrad (Lumen pro Watt).

Damit ein herzliches Willkommen im Forum.
dieterr
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Di, 13.02.24, 18:07

Sailor hat geschrieben: Di, 13.02.24, 15:36 LED und Linse müssen zusammenpassen (aufeinander abgestimmt sein).
Und wenn du das günstig haben willst, schlage ich vor, eine Taschenlampe mit AAA Batterie und zB einer Cree XP-G2 zu schlachten, sprich nur den Kopf zu nutzen.
Aber vorher ausprobieren, ob die Lichtmenge genug ist.
Borax
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Do, 15.02.24, 12:29

Ohne Wärmeentwicklung geht nicht. Man kann nur eine möglichst effiziente LED verwenden (>150lm/W) und die entstehende Wärme gut verteilen (mit einem Kühlkörper). Und wie Sailor und dieterr auch schon gesagt haben: Je besser das Licht fokussiert ist desto heller sieht es im Brennpunkt aus, auch wenn die Gesamtlichtmenge bei der günstigen LED mit 1,7W wahrscheinlich sogar größer ist als bei derjenigen mit 1.3 Watt. Beim Fokussieren gilt: Je kleiner die LED (leuchtende Fläche) desto besser geht das.
LutzKraemer
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Do, 15.02.24, 20:12

Vielen Dank für eure Antworten. Die Idee mit den Taschenlampen ist ne super Idee. Das werde ich in jedem Fall testen.
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