Liebes LED's Team,
ich habe nun schon mehrere fertige LED Leuchten im Handel gesehen (auch namhafte Firmen), die SEKUNDÄRSEITIG schalten. Das Netzteil ist dabei meistens als Steckergerät ausgeführt und es gibt einen Tretschalter oder Schnurschalter in der Niederspannungszuleitung. Vermutlich sollte das dann gehen, wenn die Maximalspannung der Stromquelle nicht wesentlich höher als die Nennspannung der LED ist? Bei großen Differenzen knallt es (eigene Erfahrung). Ich weiß allerdings nicht, wie lange diese Netzteile leben werden: immerhin sind die Elkos darin ständig unter Spannung. Das kann nicht ewig gutgehen....
Was sagen Eure Experten dazu? Es wäre schön, auch niederspannungsseitig geschaltete Leuchten selbst bauen zu können.
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Diese Frage von Thomas R. bezieht sich auf LUMITRONIX Konstantstromquelle und wurde durch den FAQ-Bot automatisch eingestellt.
Stromquellen werden immer primärseitig geschaltet?
Moderator: T.Hoffmann
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Grundsätzlich werden Konstantstromquellen primärseitig geschaltet. Wenn kein Verbraucher angeschlossen ist, stellen sie die Ausgangsspannng auf den max. möglichen Wert um den Nennstrom liefern zu können.
Auch eine LED-Reihe deren Spannungssumme dicht an der max. Spannung der KSQ liegt, ist kein wirksamer Schutz für die LED´s, auch weil die Leerlaufspannung der KSQ über der max. Spannung der KSQ liegt.
Ausnahme von der Regel:
Mittlerweile gibt es Konstantstromquellen auf dem Markt, die eine Schutzschaltung beinhalten. Sie schalten bei offenem Ausgang die Spannung weg.
Dazu gehören offensichtlich diese Stecker-KSQ, wie Ustoni hier gemessen hat.
Mit diesem Typ kann auch sekundärseitig geschaltet werden.
Auch eine LED-Reihe deren Spannungssumme dicht an der max. Spannung der KSQ liegt, ist kein wirksamer Schutz für die LED´s, auch weil die Leerlaufspannung der KSQ über der max. Spannung der KSQ liegt.
Ausnahme von der Regel:
Mittlerweile gibt es Konstantstromquellen auf dem Markt, die eine Schutzschaltung beinhalten. Sie schalten bei offenem Ausgang die Spannung weg.
Dazu gehören offensichtlich diese Stecker-KSQ, wie Ustoni hier gemessen hat.
Mit diesem Typ kann auch sekundärseitig geschaltet werden.
Danke für den Hinweis! So etwas habe ich gesucht. Nur warum schreibt Lumitronix das nicht in die Beschreibung rein?
Das Bild der 700mA KSQ 95091 stammt von einem 350mA Typ (deutlich erkennbare Aufschrift!), daher war ich mißtrauisch und habe das lieber nicht bestellt.
Verhalten sich die "normalen" KSQ's genauso (z.B. 95017) ??
Das Bild der 700mA KSQ 95091 stammt von einem 350mA Typ (deutlich erkennbare Aufschrift!), daher war ich mißtrauisch und habe das lieber nicht bestellt.
Verhalten sich die "normalen" KSQ's genauso (z.B. 95017) ??
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Von der 95017 habe ich noch das Vorgängermodell. Das verhält sich wie die meisten Konstantstromquellen: Es regelt von oben nach unten und darf daher nicht sekundär geschaltet werden.ThomasR hat geschrieben:Verhalten sich die "normalen" KSQ's genauso (z.B. 95017) ??
Diese KSQ kann allerdings über den Dimmer-Eingang nicht nur gedimmt sondern auch geschaltet werden. Das ist jedoch für Akku-Anwendungen keine effiziente Option, besser ist es auf der Primärseite zu schalten.
Ich vermisse ich eine eindeutige Kennzeichnung von KSQ's im Sinne einer sekundärseitigen Schaltbarkeit. Die Datenblätter der einschlägigen Hersteller lassen auf Grund der Leerlaufspannungsangabe nichts Gutes vermuten.
Woher bekommt man dann eine 230 Volt /700 mA KSQ mit sekundärseitiger Schaltbarkeit?
Die Suche im Netz ist quälend, weil praktisch keine Hinweise vorhanden sind. Daß Forumsmitglieder dies mit dem Oszi für Einzelfälle ausmessen ist ja schön und gut aber besser wäre eine eindeutige Angabe in den Datenblättern bzw. Beschreibung im Shop.
Bei einer Selbstbauleuchte für Netzbetrieb will doch niemand unbedingt die Primärseite schalten. Manche Konstruktionen sind schon für Niederspannungsbetrieb riskant genug, eine zusätzliche Leitungsführung etc. für 230 Volt macht das nicht besser.
Ich bin übrigens gelernter Strippenzieher
Woher bekommt man dann eine 230 Volt /700 mA KSQ mit sekundärseitiger Schaltbarkeit?
Die Suche im Netz ist quälend, weil praktisch keine Hinweise vorhanden sind. Daß Forumsmitglieder dies mit dem Oszi für Einzelfälle ausmessen ist ja schön und gut aber besser wäre eine eindeutige Angabe in den Datenblättern bzw. Beschreibung im Shop.
Bei einer Selbstbauleuchte für Netzbetrieb will doch niemand unbedingt die Primärseite schalten. Manche Konstruktionen sind schon für Niederspannungsbetrieb riskant genug, eine zusätzliche Leitungsführung etc. für 230 Volt macht das nicht besser.
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Jetzt ist die erste bekannte Stromquelle mit Schaltmöglichkeit auf der Sekundärseite gerade mal ein paar Tage am Markt ...
Ich schalte nichts auf Dauer sekundär, alle elektrischen Verbraucher werden primär geschaltet. Standby ist "Kurzzeit-Aus".
Extra Strippen musste ich bis jetzt noch für keine netzgebundene Leuchte ziehen, oder doch - wenn die Leuchte mal wieder in eine Ecke ohne Dose musste, aber das ist ein anderes Thema.
Verstehe ich nicht. Es ist doch in den meisten Fällen einfacher auf der 230 Volt Seite zu schalten, mit dem ohnehin vorhandenen Schalter, mit einer Schaltersteckdose, mit einem fernbedienbaren Schalter ...ThomasR hat geschrieben:ne zusätzliche Leitungsführung etc. für 230 Volt macht das nicht besser.
Ich schalte nichts auf Dauer sekundär, alle elektrischen Verbraucher werden primär geschaltet. Standby ist "Kurzzeit-Aus".
Extra Strippen musste ich bis jetzt noch für keine netzgebundene Leuchte ziehen, oder doch - wenn die Leuchte mal wieder in eine Ecke ohne Dose musste, aber das ist ein anderes Thema.
Na ja, das kann man sehen wie man will. Aus dem täglichen Umgang mit Kundeninstallationen merke ich nur wie nachlässig mit 12 Volt Systemen umgegangen wird "da kann ja nichts passieren". Und schwupps hat man einen Schmorbrand weil jemand unter Vernachlässigung der hohen Ströme ungeeignete Klemmen etc. verwendet....
Bei LED Technik wird die Ausführung nicht viel besser sein, nur sind da die Ströme geringer. Wenn man nun aber den Bastler wieder dazu zwingt, auf der Primärseite zu schalten....
Eine Funksteckose hat soviel Standby wie ein KSQ, das sekundärseitig geschaltet werden kann. Ich habe jedenfalls mehrere "Designerleuchten" von Halogen auf LED umgerüstet, bei denen eine Primärschaltung unmöglich bzw. vom Kunden nicht erwünscht war. Wenn man bisher direkt am Leuchtenkörper einen einfachen Schalter hatte, will man den auch wieder haben und nicht einen Schnurschalter zum Netzgerät (wohin damit, wenn nicht in die Steckdose?) oder ähnliches. Diese Leuchten waren so aufgebaut, daß eine 230 Volt Leitungsführung auf keinen Fall möglich gewesen wäre.
Ich möchte hier nicht kritisieren sondern eine Produktanregung geben.....
Bei LED Technik wird die Ausführung nicht viel besser sein, nur sind da die Ströme geringer. Wenn man nun aber den Bastler wieder dazu zwingt, auf der Primärseite zu schalten....
Eine Funksteckose hat soviel Standby wie ein KSQ, das sekundärseitig geschaltet werden kann. Ich habe jedenfalls mehrere "Designerleuchten" von Halogen auf LED umgerüstet, bei denen eine Primärschaltung unmöglich bzw. vom Kunden nicht erwünscht war. Wenn man bisher direkt am Leuchtenkörper einen einfachen Schalter hatte, will man den auch wieder haben und nicht einen Schnurschalter zum Netzgerät (wohin damit, wenn nicht in die Steckdose?) oder ähnliches. Diese Leuchten waren so aufgebaut, daß eine 230 Volt Leitungsführung auf keinen Fall möglich gewesen wäre.
Ich möchte hier nicht kritisieren sondern eine Produktanregung geben.....
