LED Unterschiede und Anbindung

Moderator: T.Hoffmann

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rgb everywhere
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Fr, 20.10.17, 11:19

Moin Leute,

Ich habe mich hier neu angemeldet um weiteren input von erfahrenen Werklern zu erhalten.

Ich habe vor mit etwas Abstand zur Decke Leisten anzubringen, um dort einzelne rgb LEDs anzubringen und selber mit Widerständen und Litzen zu verlöten und diese dann mit einem Raspberry Pi über eine App anzusteuern. Bei meinen ersten Recherchen bin ich auf viele verschiedene LEDs gestoßen und bin leicht überfordert, welche ich mir holen soll. Bisher beim googlen nicht sehr erfolgreich gewesen, daher hier der Eintrag.

Was ist der unterschied bei den 4 6 8 Poligen LEDs
könnt ihr mir spezielle LEDs empfelheln oder eine Anbindungsmethode (bisheriger Favorit: CAN-Baus) da ich alle einzeln ansteuern können möchte.
Ich benötige ungefähr 1000 bis 2000 RGB LEDs, je nach dem bei wie vielen Räumen ich das ganze umsetzten werde. ggf auch welche zwischendrin mit UV oder Infrarot für diverse Lichteffekte.

Besonders überfragt bin ich halt bei der Auswahl der richtigen LED. wie viele Kontakte brauch ich pro LED und wo gehen die Signale bei dieser wieder raus zur nächsten LED und wie viele kann ich dann davon in reihe schalten, wobei des eigentlich nur einfaches zusammenrechnen der inneren Widerstände ist, oder?
Was stromkreise angeht bin ich nicht ganz ahnungslos, also Grundwissen ist vorhanden, bin aber grad nochmal dabei mich wieder rein zu arbeiten, da ich hier nichts falsch machen möchte. Ich habe mich auch unter anderem für einzelne LEDs und gegen LED stripes entschieden, da ich selber Löten möchte, einfach des bastelns halber und so auch bei den Anschaffungskosten (zumindest soweit ich des bisher gesehen habe) deutlich billiger bin und dann auch alle einzeln ansteuern kann. Bei einzeln ansteuerbaren LED am Stripe bin ich glaub deutlich teurer dran, falls des überhaupt geht?!(hab solche bisher nciht gefunden, nur mit voreingestellten programmen...)

Eine Letzte Frage noch: ich will, wenn ich als Beispiel jetzt 1000 LEDs in reihe geschaltet habe und die 100. 235. 428. und 846. LED in unterschiedlichen farben leuchten haben will und den Rest aus, geht dass überhaupt, wenn ja bin ich über tipps dankbar, wenn nein bitte begründen warum, vllt gibts ja ne Methode mit der des geht....


Danke schonmal :)

rgb everywhere
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Achim H
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Fr, 20.10.17, 12:32

Eine Letzte Frage noch: ich will, wenn ich als Beispiel jetzt 1000 LEDs in reihe geschaltet habe und die 100. 235. 428. und 846. LED in unterschiedlichen farben leuchten haben will und den Rest aus, geht dass überhaupt, wenn ja bin ich über tipps dankbar, wenn nein bitte begründen warum, vllt gibts ja ne Methode mit der des geht....

Das funktioniert nur bei digital adressierbaren Leds (Led mit integriertem Controller).
zum Beispiel: WS2812B, SK6812.

Die 4 Anschlüsse sind:
VSS --> Betriebsspannung (3,5 - 5,5V),
VDD --> GND,
Din --> Data Input,
Dout --> Data Output

Ob 1000 oder 2000 Leds noch in Reihe geschaltet werden können, weiß ich nicht.

Plus und MInus für die 1000 bzw. 2000 Leds müsstest Du mit Stromschienen zu den Leds transportieren. Der Strom für alle Leds (bei 1000 Leds wären das 60A, bei 2000 Leds = 120A) wäre viel zu hoch für ein Kabel.
Nur dessen Dout + Din Anschlüsse können mit Kabeln verbunden werden.

Die Datenübertragung erfolgt seriell (in Reihe).
Din von Led1 = der Informationseingang
Dout von Led1 an Din von Led2
Dout von Led2 an Din von Led3
usw.
Dout von Led1999 an Din von Led2000 --> endet dort.

Erforderliches Netzgerät für 1000 Leds: 5V @ 60A = 300 Watt.
Erforderliches Netzgerät für 2000 Leds: 5V @ 120A = 600 Watt.

Geeignete Stromschienen für 120A (unter der Annahme einer Strecke von 10m): 500mm² --> zum Beispiel: AlMgSi0,5 (50mm breit, 10mm dick).
Und davon 2 Stück für Plus und Minus: Das sieht an der Decke ganz bestimmt klasse aus.
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Fr, 20.10.17, 14:38

Max. sind bei WS2812 etwa 1000 LEDs 'vorgesehen'. Prinzipiell gingen auch mehr:
Die maximale Anzahl der LED (512 bzw 1024) ist an die Bedingung einer Bildwiederholrate von 30 Hz verknüpft. Nur in diesem Fall ist die Schnittstelle schnell genug um die Daten für alle LED in unter einer 30-stel Sekunde zu übertragen.
Wenn man weniger dynamische Verläufe akzeptiert (niedrigere Bildwiederholfrequenz), kann man auch mehr LEDs hintereinander schalten. (Quelle: http://forum.arduino.cc/index.php?topic ... msg1101505 )
dieterr
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Fr, 20.10.17, 15:39

Und noch ne Frage : welchen Lichteffekt erwartest du dir von Infrarot?
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welchen Lichteffekt erwartest du dir von Infrarot?

Lichteffekt?
Du steckst Dir morgens 2 Bockwürstchen in die Hemdtasche, bis zum Mittag sind diese durchgegart. Und schon hast du was zum mampfen. Fehlt nur noch der Kartoffelsalat. :lol:
rgb everywhere
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Do, 26.10.17, 16:54

Danke für die schnelle Antwort, hab gar nicht so schnell damit gerechnet :D

Ich werd mich dann wohl noch genauer mit den digitalen LEDs beschäftigen und mir über die Umsetzung weiter gedanken machen. Soll ja auch am Ende gut aussehen.

Eine Stromschiene könnte ich doch auch umgehen, indem ich z.B. 100 LEDs immer in Reihe schalte und dann die hunderter Reihen mit unterschiedlcih langen Kabeln am RaspPi und Stromversorgung anbinde, also ne kombination aus Reihen und Parallelschaltung mache. Dann ist die nötige stromstärke auch deutlich geringer auf den Kabeln.

und ja Infrarot macht da wirklich eher weniger Sinn...
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