?LED Taschenlampe mit Ostar bauen?

Fragen zu Schaltungen, Elektronik, Elektrik usw.

Moderator: T.Hoffmann

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Ibis93
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Sa, 20.12.08, 09:30

Hi,

ich möchte gerne eine Taschenlampe mit einer Ostar von Osram bauen. Das ganze möchte ich zuerst ganz genau planen bevor ich Anfange. Zeit habe ich genug. Ich habe auch schon einiges im Internet gefunden, aber so eine Taschenlampe wird ja immer anderst. Ausserdem möchte ich keine Taucherlampe bauen sondern eine "normale". Nun habe ich ein par Fragen, die ihr hoffentlich beantworten könnt.
-Ist das(für mich) überhaupt möglich?
-Wie kann ich die Ostar am besten kühlen?
-Was für einen Step up Wandler könnte ich nehmen? (von 7,2V-12V auf 24V)
-Was für eine KSQ ist geeignet?

Als Gehäuse würde ich gerne ein Metallrohr nehmen. Ausserdem wollte ich eine 10° Reflektor verwenden.

Ich freue mich über Antworten, Ideen und andere Anregungen.

LG Ibis93
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Achim H
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Sa, 20.12.08, 19:16

Ich denke mal, dieses Vorhaben kannst Du knicken.

Problem 1 ist die Gesamtleistung von knapp 17W bei einem Strom von 0,7 Ampere und einer Ausgangsspannung von 24V. Um diese Spannung zu erzeugen, müsste der Strom im Eingang bei 7,2V mehr als 3mal so hoch sein, bei 12V immer noch mehr als Doppelte. Geeignete StepUp-Wandler benötigen dafür viele zu viele Bauelemente, die Platine wäre anschließend allerdings etwas zu groß, um in ein Taschenlampengehäuse (resp. Dein Metallrohr) eingebaut zu werden. Der Wirkungsgrad wird auch nicht gerade berauschend werden (geschätzt um 60%). Ich würde daher einen Flyback-Transformator (um 40kHz) empfehlen, der die Spannung entsprechend hochtransformiert.

Nächstes Problem ist der Kühlkörper (KK).
Dieser muss aufgrund der Leistung von fast 17 Watt mindestens einen Wert von 3,45K/W haben. Dabei wird der KK ca. 93°C heiß, was für einen geschlossenen Körper (Dein Metallrohr) etwas zu viel ist, da die Wärme beim laufenden Betrieb aufgestaut wird und sich immer weiter erhöht. Die max. Sperrschichttemperatur darf nur 150°C betragen. Bis dahin sind es aber nur etwas mehr als 50°C. Zu viel Temperatur verkürzt die Lebensdauer der Led erheblich (bei Annährung an 150°C für die Led tödlich). Leider wird man die Wärme auch nicht mit einem einfachen Kühlkörper (im Rohr) wegtransportieren können, sollte kein Umluftbetrieb (Ventilator) eingebaut sein. Daher ist mindestens ein integrierter Kühlkörper am Gehäuse erforderlich. Ob Du ein geeignetes Werkzeuge (Drehbank) hast, weiß ich nicht.

Problem Nr. 3 ist die Spannungsversorgung:
Für 7,2V sind mindestens 6 Stück 1,2V Akkus oder 5 Stück 1,5V Batterien erforderlich. Für 12V entsprechend 10 Akkus oder 8 Batterien oder 2 Stück 6V Akkus oder 1 Stück 12V Akku. Akkus und Batterien haben jeweils ein Gewicht, was in der Hand getragen, auf die Dauer schwer werden kann. Dazu kommt noch das Eigengewicht des Metallrohr usw. Man kann sich zwar kleine Akkus oder Batterien besorgen, nur erreicht man damit keine lange Laufzeit der Taschenlampe. Und wenn aus den Spannungsquellen je nach Spannung mehr als 2mal bis 3mal soviel Strom, wie am Ausgang erforderlich, gelutscht wird, sind diese auch ruckzuck leer.

Im Prinzip würde ich Dir vom Bau einer Taschenlampe mit dieser Led abraten. Bereits 2 Stück Cree MC-E erzeugen genauso viel Licht (oder etwas mehr) wie eine Osram (Ostar LE UW E3B), der Wirkungsgrad ist jedoch um ein Vielfaches besser. Oder Du nimmst gleich eine fertige Lampe und ersparst Dir die ganze Arbeit. Wenn Du viel Licht haben willst, möchte ich Dir diese Lampe empfehlen (ist allerdings etwas mehr als 3mal so hell wie eine Osram und kostet dementsprechend). Mit knapp 800g ist diese im Verhältnis zu jeder Eigenkonstruktion jedoch noch leicht.

Testbericht: Microfire Warrior-III K3500R

mfg Achim
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Ibis93
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Sa, 20.12.08, 19:44

Hi,

danke für die Antwort. Aber so schnell werde ich nicht aufgeben. Probleme sind zum lösen da :D

1. Ich habe zwar noch keine passende Step Up Schaltung gefunden aber ich denke das ich das noch finden werde. Was genau ist ein Flyback-Transformator? Ich hab schnell gegoogelt und bei Ebay was gefunden das so heisst und 216Euro kostet. Das ist definitiv zu teuer. Gibts das auch billiger? Und kann man sich das auch selber löten?

2. Würde ein 40x40mm CPU Kühler gehen? die brauchen ja nur 12Volt das könnte ich auch noch an die Batterie anschliessen. Die gibts mit Kühlkörper zum Beispiel Artikel-Nr.: 998711 - 62 oder Artikel-Nr.: 870801 - 62 bei Conrad. In das Metallrohr könnte ich dan Kühlschlitze machen. Denkt ihr das würde gehen? Ich kenn mich damit nicht aus das war nur so eine Idee die ich hatte.

3.Es gibt Akkupacks die nicht sehr gross sind und trozdem 12Volt bringen. Ausserdem darf die Lampe auch etwas grösser und schwerer sein als so ne standart Taschenlampe.

Die Microfire Warrior III habe ich auch schon angeschaut ist mir allerdings viel zu teuer. Ausserdem hat man da ja keinen Spass beim bauen :D

LG Ibis93
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Sa, 20.12.08, 21:34

Was genau ist ein Flyback-Transformator?
Ein Transformator als Sperrwandler geschaltet (so ein kleiner HF-Transformator). Was Du brauchst ist einer, der eine Leistung von ca. 17 bis 20 Watt hat. Das kann auch ein Übertrager mit einem Verhältnis 1:2 oder 1:3 sein. Die Dinger sind mittlerweile so klein geworden, dass es sie schon in SMD mit nur wenigen Millimetern Größe gibt.

Zum Transformieren brauchst Du nur einen Generator (zum Beispiel: Rechteck), der mit einer Frequenz (nominal um 40kHz) die Eingangsspannung zum Beispiel über einen FET an den Transformator legt (die Spannung zerhackt). Das was hinten raus kommt, braucht nur noch gleichgerichtet werden.

Wikipedia: Sperrwandler

mfg Achim
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Sa, 20.12.08, 22:29

Meinst du so etwas?
https://www.distrelec.ch/ishopWebFront/ ... dorPhrase=
Wenn das sowas ist was kann ich dan genau benutzen?

Oder gibts so etwas bei Conrad? Oder wo gibts das sonst?
Ich habe da nichts gefunden das ich verstehe. Da steht überall die Eingasspannung aber nichts von der Aussgangsspannung. :?

LG Ibis93
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So, 21.12.08, 01:20

Diese MicroFire-Taschenlampe ist ja schon ein tragbarer Auto-Scheinwerfer, jedenfalls steckt ein entsprechendes Leuchtmittel, auch mit genau der in Autos verwendeten Leistung drin.
Ein Flyback-Netzteil zu benutzen halte ich für Unsinn. Zumal galvanische Trennung unnötig ist und auch auf Kosten des Wirkungsgrades geht. Dann lieber "tapped inducter" (Spule mit Anzapfung).
Aber ein Schaltregler wird die Aufgabe mit wesentlich besserem Wirkungsgrad lösen, >80% Wirkungsgrad sind üblich, über 90%, bei neuesten sogar um 96% sind möglich. 60% wäre abgrundtief schlecht. Die Schaltfrequenzen liegen bei 0,1 bis 1 MHz, bei einigen sehr neuen bis zu 3 MHz. Das macht die notwendige Drossel sehr klein.
Einige Hersteller, die möglicherweise was passendes haben: Linear Technology, National Semiconductor, International Rectifier, SGS-Thomson.

Die Aufgabe der Konstantstromquelle kann der Schaltregler gleich mit übernehmen, wenn man den LED-Strom misst (an 0,1 Ohm oder 0,05 Ohm) und über einen OP verstärkt und eine Diode so an den Feedback-Pin des Schaltreglers anschließt, dass der Schaltregler mit seiner Ausgangsspannung runtergeht, sobald ein bestimmter Strom erreicht ist.

Bei einer Taschenlampe kann man es problemlos in Kauf nehmen, wenn die LED-Lebensdauer drastisch sinkt, ob die LED dort 50.000 oder nur 5000 Stunden hält ist wirklich wumpe, selbst 500 Stunden wären noch ausreichend. Nur die Hand verbrennen sollte man sich nicht ;-) Und die Akkus mögen auch keine Übermäßige Hitze.
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So, 21.12.08, 05:40

Meinst du so etwas?
ww w.distrelec. ch/ishop ...
Im Prinzip ja, aber Du benötigst keinen mit einem Ausgangsstrom von mehreren hundert Ampere, sondern nur 700mA oder minimal mehr.

Zur Orientierung kannst Du dir mal diese Seite anschauen: PCA Electronics.
Aber ein Schaltregler wird die Aufgabe mit wesentlich besserem Wirkungsgrad lösen, >80% Wirkungsgrad sind üblich, über 90%, bei neuesten sogar um 96% sind möglich. 60% wäre abgrundtief schlecht. Die Schaltfrequenzen liegen bei 0,1 bis 1 MHz, bei einigen sehr neuen bis zu 3 MHz. Das macht die notwendige Drossel sehr klein.
Eigentlich wäre sowas natürlich ideal. Ich hatte schon bei National geschaut, dort aber nur Typen präsentiert bekommen, die einfach zu viele Bauteile um das IC benötigen. Und viele Bauteile machen die Platine groß. Daher dachte ich mir, dass man mit einem Mini-Trafo die Spannung genauso gut transformieren kann. Dafür sind weniger Bauteile als mit einem Boost-Regler notwendig. Was davon den besseren Wirkungsgrad hat, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Das Prinzip ist bei beiden gleich (die Spannung wird in einem Ferritkern/-transformator/-spule hochtransformiert).

mfg Achim
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So, 21.12.08, 13:20

Hi,

danke für die Antworten und Ideen.
Ich habe bei Conrad noch einen Wandler gefunden der die Spannung verdoppelt und bei guter Kühlung bis 2A Strom liefern kann.
Die Taschenlampe muss ja sowieso gut gekühlt werden, deshlab denke ich dass, das auch noch geht.
Artikel-Nr.: 191060 - 62 bei Conrad.
Was haltet ihr davon?

Dazu kommt dan noch eine KSQ und ein 11,1Volt Akkupack. So währe die Stromversorgung schon geregelt :D

Es bleibt also noch die Kühlung :? Hat jemand noch eine Idee? Ein CPU Kühler währe eine Möglichkeit aber eine Taschenlampe die brummt und Kühlschlitze hat ist auch etwas seltsam. :D Was könnte ich sonst zur kühlung nehmen? Die Kühlkörper hier aus dem Shop werden nicht reichen, oder?

LG Ibis93
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So, 21.12.08, 19:39

Hi,

ich habe einen Kühlkörper gefunden und wollte fragen ob der reichen würde?
https://www.distrelec.ch/ishopWebFront/ ... B.chdist51
Ich würde den 50x10mm mit 10,57K/W nehmen. Würde der reichen? Ich könnte ihn dan mit dem Gehäuse verbinden. Oder denkt ihr dass, das Gehäuse dan heiss wird? Oder reicht der Kühlkörper nicht wenn er in einem Alurohr ist?

LG Ibis93
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So, 21.12.08, 22:13

Dass das Conrad-Modul einen Kühlkörper dran hat und für lächerliche 2A einen noch größeren benötigt, sagt eigentlich schon aus, dass es gnadenlos inneffizient ist. Mit einem anständigen MOSFET + Schottky-Dioden würde vermutlich nur der Ladungspumpen-Elko dort relevant warm werden.

Außerdem käme eine KSQ ja noch hinzu! Also IMHO geht nichts über einen anständigen Step-Up-Wandler.
Allerdings ist es schon eine eher exotische Anwendung, in diesem Spannungs- und Strombereich einen Aufwärtswandler haben zu wollen.
Eine Cree MC-E könnte man bei parallelschaltung der Chips mit einem Step-Down-Converter betreiben --- davon gibt es sehr viele geeignete. Bzw. die 2,8A-KSQ aus dem Shop wäre dann schon geeignet, evtl. noch die Verpolschutzdiode (falls vorhanden) überbrücken, um weniger Verluste zu haben.

Aufwärts-Wandler LX1994 (mit externem MOSFET, daher sicher auch für die gewünschte Leistung anpassbar)
http://powerelectronics.com/news/high-e ... converter/

Übersicht der Step-Up-Regler von ST:
http://www.st.com/stonline/stappl/produ ... P139=356.0
Zuletzt geändert von CRI 93+ / Ra 93+ am So, 21.12.08, 22:27, insgesamt 1-mal geändert.
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So, 21.12.08, 22:24

Wenn du meinst das ein anständiger Step up Wandler besser ist dann zeig doch mal einen Schaltplan von so einem "anständigen" Step up Wandler. Ich habe nämlich schon viel gesucht aber nichts besseres gefunden.

LG Ibis93
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So, 21.12.08, 22:37

Also mit "anständig" meine ich, dass EIN Step-Up-Wandler sicher sinnvoller ist, als so eine gurkige Spannungsverdoppelungs-Schaltung vom großen C, die alleine schon einen --- für 2A auch nochmal aufzurüstenden --- Kühlkörper benötigt + obendrauf noch eine nachgeschaltete KSQ und einer Gesamt-Effizienz von dann vermutlich um die 50%.

Bitte: 1A Step-Up, Effizienz bis 90% , leider nur max 12V Ausgangsspannung: (Das IC ist 4x4 mm "groß")
http://www.st.com/stonline/products/lit ... st8r00.pdf

Schaltplan: verlinktes PDF-Datenblatt Seite 5, Werte für R1 und R2 so wählen, dass sich bei der gewünschten Ausgangsspannung 1,22V zwischen den Widerständen einstellen.

Mehr Auswahl gibt's aber wie gesagt bei Step-Down-Wandlern, aber dann scheidet die Ostar aus. Wie gesagt: Die Cree MC-E wäre ziemlich geeignet oder eben 2 davon. (wurde ja bereits erwähnt). Und schon kannst Du eine KSQ aus dem Shop verwenden, die den Step-Down-Wandler fix und fertig aufgebaut enthält.
Zuletzt geändert von CRI 93+ / Ra 93+ am So, 21.12.08, 22:46, insgesamt 1-mal geändert.
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So, 21.12.08, 22:42

CRI 93+ / Ra 93+ hat geschrieben: leider nur max 12V Ausgangsspannung
Genau das ist ja das Problem. Ich habe bissher noch nichts gefunden das 24Volt bringt. Die meisten Step up Wandler und LED Treiber bringen 12 bis maximal 15Volt. Und wenn ich dan einmal was gefunden habe das die gewünschten 24Volt bringt dan verträgt es die 700mA nicht.

Wenn jemand was findet währe ich sehr dankbar ansonsten werde ich wohl das Teil von Conrad nehmen müssen.

LG Ibis93
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So, 21.12.08, 23:02

Wie gesagt: die Anwendung ist sehr exotisch, da sich auf der Niederspannungsseite bei so hohen aufwärts gewandelten Strömen ein noch viel höherer Strom ergibt. Das ist in den seltensten Fällen sinnvoll.
Wenn es partout die Ostar-LED sein soll (BTW: Edison hat eine Multi-Chip-LED mit 50(!) Watt), dann guck' Dir Lösungen mit externem MOSFET mal genauer an --- Schaltpläne findest Du i.d.R. im Datenblatt.
Vielleicht nimmst Du auch einfach 20 Akku-Zellen in Reihe - wird bei Mignon aber schon ziemlich schwer. Und bei Micro stimmt das Verhältnis Kapazität/Volumen einfach nicht.

Was hält Dich von der Cree MC-E ab? Die ist sogar effizienter als die Ostar. Und wieso willst Du mit der ohnehin schon ineffizienteren Ostar schätzungweise nochmal 50% der Leistung freiwillig in Wärme verpuffen lassen (das Conrad-Teil+KSQ). Da wäre dann gleich eine HID-Gasentladungslampe sinnvoller!
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So, 21.12.08, 23:20

Hier noch was passendes:
http://www.linear.com/pc/categoryProduc ... p&y=8&x=41

Datenblatt, Anwendungsbeispiele, etc. alles in der Spalte rechts:
http://www.linear.com/pc/productDetail. ... 1042,P1266

Datenblatt-Direktlink:
http://www.linear.com/pc/downloadDocume ... 1266,D2406

Gesamtleistung bis 200 Watt, Eingangsspannung 3 bis 60 Volt, Ausgangsspannung bis 75 Volt, integrierter Schalttransistor 2,5 oder 5 A (der maximale Ausgangsstrom ist geringer!)

Auf der letzten Seite im Datenblatt auch mal die "related parts" angucken.
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P.Sparenborg
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Mo, 22.12.08, 08:45

Ich habe dieses Wochenende zufällig eine kleine Basteleinheit eingelegt, dabei ist eine Taschenlampe betrieben mit 3xAAA Batterie und bestückt mit einer Cree MC-E entstanden. Die Helligkeit ist sehr beeindruckend und das ganze ist technisch extrem leicht umgesetzt und schnell zusammen gebastelt. Alles was man braucht:
1x 27005(kann auch eine andere sein, wichtig: Die LED sollte leicht zu entfernen sein, das ist hier gegeben.
1x Cree MC-E
+ Zubehör(Ich habe eine Linsen und einen Linsenhalter von Carlco verwendet, bald bei uns auch im Shop zu finden), Wärmeleitkleber + die üblichen Werkzeuge und Hilfsstoffe

Der Aufbau: Taschenlampe auseinandernehmen -> alte LED entfernen -> Cree LED mit Wärmeleitkleber an deren Stelle positionieren(Ich musste den Star mechanisch ein bischen baerbeiten, damit er passt) -> Cree LED mit den beiden Polen verbinden(alle Chips parallel) -> Linse draufbasteln(das erfordert auch ein bischen mechanische Bearbeitung + Kleber) und zum Schluß das ganze wieder zu machen.
Das ganze hat mich keine 30 Minuten gekostet. Die Taschenlampe funktioniert perfekt und ist bis auf ein paar unschöne Kleberreste auch in gutem Zustand :)

Und ja das funktioniert wunderbar, die Batterien sind in Reihe geschaltet und geben theoretisch ca. 4,6V zusammen ab aber die LED hält das ganz problemlos aus. Die Batterien haben einfach nicht genug Leistung um die LEDs zu zerstören. Nichtmal ein Widerstand ist notwendig.
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Sailor
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Mo, 22.12.08, 09:12

Die Spannung der meisten gängigen Batterien geht recht schnell auf 1,2 Volt und niedriger pro Zelle zurück. Daher passt das schon. Bei Akku-Betrieb hält sich die Spannung länger zwischen 1,2 und 1,3 Volt. Da könnte noch etwas mehr Licht zu erreichen sein, jedenfalls über einen längeren Zeitraum ein mehr gleichmäßiges Licht.

Hier das Datenblatt eines NiMH-Akkus und dazu passend
hier das Datenblatt einer Batterie.
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Ibis93
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Mo, 22.12.08, 09:34

Hi,

danke für die vielen Antworten. Ich möchte die Ostar verwenden da ich billiger an so eine rankomme als an eine bzw. zwei crees.

@CRI 93+ / RA 93+
Danke für die Links. Leider habe ich da auch nichts gefunden das 24Volt bringt. Das meiste sind 5 to 12Volt Step Up's und dan hats noch einige Step Down's. Aber was passendes für meine Lampe habe ich immer noch nicht. Habe ich etwas übersehen? :?

@P.Sparenborg
Eine Taschenlampe umzubauen ist natürlich auch eine gute Idee. Aber das ist mir der Ostar wohl nicht möglich und die Cree möchte ich ja wie oben schon gesagt nicht nehmen.

@Sailor
Ich wollte ein LI-PO Akku nehmen. Entweder 11,1V und 910mAh oder sonst zwei 7,2Volt Akkus in Reihe mit mehr mAh.

LG Ibis93
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Achim H
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Mo, 22.12.08, 11:28

Ich wollte ein LI-PO Akku nehmen. Entweder 11,1V und 910mAh oder sonst zwei 7,2Volt Akkus in Reihe mit mehr mAh.
Und nach dem Transformierten hast Du nur noch um 400mA, das reicht für ca. 30 Minuten Laufzeit.
Ich würde den 50x10mm mit 10,57K/W nehmen. Würde der reichen? Ich könnte ihn dan mit dem Gehäuse verbinden. Oder denkt ihr dass, das Gehäuse dan heiss wird? Oder reicht der Kühlkörper nicht wenn er in einem Alurohr ist?
(ein paar Antworten weiter oben)
Selbstverständlich reicht der Kühlkörper keinesfalls für eine Ostar. Und in ein Rohr ohne Zwangsbelüftung (Ventilator) eingebaut geht auch nicht. Lies Dir bitte noch einmal meine 1. Antwort (ganz oben, direkt nach der Fragestellung) durch.

mfg Achim
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Mo, 22.12.08, 12:30

Achim H hat geschrieben:Dieser muss aufgrund der Leistung von fast 17 Watt mindestens einen Wert von 3,45K/W haben. Dabei wird der KK ca. 93°C heiß...
Der von mit genannte Kühlkörper hat das 3 fache! Das ist doch gut :? Oder habe ich da etwas falsch verstanden? Du hast mindestens geschrieben das heisst höher wäre besser.

Achim H hat geschrieben:Daher ist mindestens ein integrierter Kühlkörper am Gehäuse erforderlich. Ob Du ein geeignetes Werkzeuge (Drehbank) hast, weiß ich nicht.
Ich habe einen Freund der mir die Teile machen könnte. Du müsstest mir nur noch erklären was du mit einem integrierten Kühlkörper meinst und wie das aussehen sollte.


Was ich noch nicht ganz verstehe ist wiso der Akku dan nur noch 400mAh hat? Verbrauchen KSQ udn Step up so viel? Ich dachte die regeln das nur und brauchen selber nichts bzw nur ganz wenig. Aber ich finde das 30min Laufzeit bei der Helligkeit ausreichend sind. Natürlich währ länger noch besser.
Wenn ich noch einen Ventilator einbaue braucht der auch wieder Strom und die Laufzeit verkürtzt sich wieder :(

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Mo, 22.12.08, 12:43

Dein Kühlkörper ist kleiner als der von Achim genannte, er leistet etwa 1/3, nicht das Dreifache.


Wenn die Spannung hoch geht, geht der Strom runter. Auch bei (fiktiven) Wandlern mit 100% Wirkungsgrad. Sonst ginge der Wirkungsgrad über 100%, womit wir beim Perpetuum Mobile wären.
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Mo, 22.12.08, 12:43

@Ibisd93:
Also das hier sind doch alles Boost-Converter mit einigen Ampere und mit 2,5 bis 60V Eingangsspannung und z.T. bis 75V Ausgangsspannung.
Falls bei der beim Anklicken zuerst erscheinenden "typical Application" 5V to 12V angegeben ist, heißt das ja nicht, dass nicht auch was anderes geht, siehe Datenblätter der Dinger!

Lithium-Ionen-Akkus haben einen sehr weiten Spannungsbereich über die Entladekurve, d.h. ohne KSQ wirst Du damit nicht auskommen.

Der Aufwand, den Du ja offensichtlich treiben musst, um die Ostar verwenden zu können, übersteigt den Preis einer Cree MC-E sowieso (7..12 U$D für den Chip alleine, dann noch die Induktivität (z.B. von Würth Elektronik) und die restlichen Teile, dann noch alles aufbauen (Layout-Vorschlag beachten, Hinweise im Datenblatt zur Leiterbahnführung beachten, sonst läuft das Ding u.U. gar nicht erst an).


@P.Sparenborg:
Für Batterien wird ein Vorwiderstand tatsächlich überflüssig sein, bei frisch geladenen Akkus kann ich mir aber schon vorstellen, dass ein Vorwiderstand sinnvoll/notwendig wäre. Akkus schaffen bequem 10 bis 30 Ampère Kurzschlussstrom ---- allerdings ist der in dieser Taschenlampen-Anwendung maximal mögliche Strom ja kein Kurzschlusstrom, sondern der Strom, der bei ca. 1,1V pro Zelle vom Akku noch geliefert werden kann. Dann sorgt der durch den Strom erzwungene Anstieg der Vorwärtsspannung der LED noch dafür, dass der Strom wieder zurückgeht und der Innenwiderstand der Akkus spielt außerdem LED-Vorwiderstand. (Bei 0,3V die zu verbraten wären und angenommenen 0,1 Ohm Innenwiderstand aller 3 Zellen in Reihe, wären das 3 A --- das packt die LED. Nur frisch geladene Akkus würden mir wie gesagt Bauchschmerzen machen.)
Gut möglich, dass das aber alles gerade so ganz genau perfekt zusammenpasst - zumindest wenn die Akku nicht gerade ihre Ladeschlusspannung haben :P
Und obendrauf noch: wenn die LED sich erwärmt und dadurch ihre Vorwärtsspannung leicht absinkt, werden gleichzeitig die Akkus immer leerer und kompensieren das. Genial 8)
Ein 0,1 bis 0,3 Ohm Vorwiderstand - angepasst für 2,8A bei der tatsächlichen Vorwärtsspannung der LED, die man erwischt hat - wäre sicher nicht verkehrt. (bei 3,6V Akkuspannung, bei voll geladenen Akkus kann man für die kurze Zeit auch das 1,5fache bis max. das doppelte zulassen denke ich)
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Mo, 22.12.08, 15:40

Hi,

ich erfinde mal so eine Schaltung die wie ein Perpetum Mobile ist 8) Schon der Name ist cool 8) 8)

Ich habe mir die Datenblätter angeschaut und darin keine Schaltung gefunden die aus 11,1Volt die gewünschten 22 machen. Muss ich da einfach noch was umändern oder wie?? Könntest du vieleicht einen fertigen Schaltplan machen an dem ich nichts mehr ändern muss? Das währe sehr nett :D

KSQ kommt sowieso noch hinein.

Ich möchte es troz allem mit einer Ostar versuchen. Wenns nicht geht habe ich hald pech gehabt, aber lernen werde ich dabei sowiso was.
Wie ist das dan bei Taucherlampen mit der Spannung geregelt. Es gibt ja einige Leute die das schon gemacht haben. Und ausser der kühlung gibt es da ja keinen Unterschied.

Danke für eure Hilfe

LG Ibis93
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Mo, 22.12.08, 17:54

So ziemlich jeder Schaltregler hat einen Feedback-Pin (meist mit FB bezeichnet) und eine interne Referenzspannung (Vref, meist bei 1,22 V).
Du musst einfach einen Spannungsteiler aus 2 Widerständen an die Ausgangsspannung hängen, die bei 21,5V am oberen Ende in der Mitte 1,22V (bzw. was auch immer im Datenblatt steht) ergeben. Steigt die Spannung am FB-Pin, regelt der Schaltregler runter, sinkt sie, regelt er rauf.

Den Schaltplan usw. musst Du Dir schon selbst machen; wenn Du wirklich einen Aufwärtsregler nehmen willst halte Dich aber penibel an die Layout-Vorschläge sowie Hinweise im Datenblatt. Manch ein Schaltregler ist äußerst pingelig.
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Mo, 22.12.08, 18:17

Hi,

danke für die Erklärung aber so ganz versthe ich das noch nicht. :oops:
Also kann ich meine Schaltung mit dem hier machen?
http://www2.produktinfo.conrad.com/date ... G_SO_8.pdf
Denn könnte ich bei Conrad holen das währe am einfachsten.

Den FB habe ich im Datenblatt auch gefunden. Die Vref auch :D Das ist ja schonmal ein erster Erfolg.
Aber leider ist mir das mit dem Spannungsteiler noch nicht ganz klar :oops: und wo ich das dann wo verbinden muss. Wenn mir das noch jemand erklären kann, versuche ich einmal einen Schaltplan zu machen.

LG Ibis93
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