Problem mit einer LDH-45A-350 KSQ

Fragen zu Schaltungen, Elektronik, Elektrik usw.

Moderator: T.Hoffmann

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der-gt
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Mo, 25.02.19, 14:40

Guten Tag LEDs.de,

habe leider ein Problem mit einem LDH-45A-350 Modul.
Und zwar versuche ich das Modul mit einer externen Spannung von 0V-0,5V zu dimmen, leider flimmeren die LEDs (in Reihe) dabei Konstant.

Vorallem wundert es mich, dass das Flimmern in den sichtbaren Bereich übergeht, wenn man die Isolierung des Kabels welches zur KSQ vom Dimmer geht, berührt.

Die KSQ wird durch ein 12V 5A Netzteil von Reichelt betrieben. Der Dimmer hängt über ein LM2596 Spannungsregler an einem separaten 5V USB Netzteil.

Dazu habe ich zwei kleine Videos gemacht:
https://youtu.be/AKfjcauEJtQ
https://youtu.be/kOoU0gHj55g

Hat jemand eine Idee woran das liegen kann, oder ähnliches ebenfalls schon beobachtet?

Danke und lieben Gruß,
dieterr
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Mo, 25.02.19, 18:18

Bevor man zu raten anfängt, ein paar Fragen:

Was für einen Dimmer benutzt du?
Welche Ausgangsspannung hat der LM2596 Regler?
Was für LEDs hängen am LDH?
Hast du das Verbindungskabel mal durchgepiepst, ob es auch sauber verbunden ist?
Flimmert es auch ohne Dimmer?

Gruß,
Dieter
der-gt
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Mo, 25.02.19, 23:00

Hallo,

also betreiben tu ich damit 2 Nichia NTCWS024B-V2 in Reihe.
D.h. ich brauche nur 135mA statt der 350mA von der KSQ.

Gedimmt wird mit einer Verschaltung aus einem LM2596 Schaltnetzteil (der LM2596 ist der IC), welcher die 5V Eingangsspannung von meinem USB-Netzteil konstant auf ca. 1,26V runterspannt.
An den 1,26V hängen jetzt ein 150k Widerstand in Reihe mit einem 100k Poti. Zwischen Poti und Widerstand nehme ich die Spannung für Analog Dim+ von der KSQ ab und Dim- wird an die Masse vom Poti / LM2596 angeschlossen.

Wenn ich mit dem Messgerät die Spannung über den Poti messe, messe ich auch ziemlich genau die 0 bis 0,5V regelbereich.
Schließe ich jetzt das Netzteil für die KSQ an, steigt die Spannung auf maximal ca. 0,68V an Analog Dim+ an.

Komischerweise fangen die Leds halt merklich zu flackern an, wenn ich das Kabel welches vom Poti zur KSQ geht, berühre.
Alle Kabel sind 1,5mm² OFC. Daran kann es also eigentlich nicht liegen?!

Mich wundert halt auch dass die KSQ selbst schon eine Spannung zwischen Analog Dim+ und Dim- anliegen hat, obwohl diese ja mit einer externen Spannung ansteuern soll.
Das ganze funktioniert nämlich auch wenn ich den LM2596 vom Netz trenne.
Dann kann ich die Leds weiter über den Poti dimmen, allerdings flimmert es dann noch stärker und die LED lässt sich auch nicht so hell ansteuern.
dieterr
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Di, 26.02.19, 08:08

Die NTCWS024B funktionieren noch? Da sie in Reihe an 350mA liegen, bekommen sie auch 350mA ab. Das vertragen die nicht so ganz (max. I=300mA). Parallel geschalten wäre es möglich., bei 35V logischerweise.

Das LDH muss 12V auf 70V boosten, das ist ganz ordentlich, auch wenn er laut Datenblatt bis zu 86V schaffen sollte. Möglicherweise ist da der Grund für das Flimmern zu suchen weil der Booster nicht im sauber definierten Bereich arbeiten kann.

Deinen "Dimmer" verstehe ich nicht so ganz: 5V => 1,26V per Schaltnetzteil, dann hochohmiger Spannungsteiler. Das geht besser:
Spannungsregler weg, die 5V sind genauso stabil, vorausgesetzt du belastest sie nicht andersweitig. 10k Widerstand plus 1k Poti ergibt auch 0 .. 0,45V Steuerbereich, und ist weniger anfällig für Einstreuung.
Der LDH legt intern hochohmig (1M?) Spannung an Dim+, muss er ja, sonst würde es ohne Beschaltung nicht funktionieren. Bei deiner hochohmigen Auslegung, verschieben sich die Spannungen dann logischerweise.

Ob der Dimmer nun den Strom drosselt (wie du hoffst um damit auf die 135mA zu kommen), oder mit PWM pulst (1:2 PWM bei 350mA ergibt im Mittel auch effektiv grob 120mA) kann ich dir aber nicht sagen. Ist aber nicht gut für die COBs.

Bevor du an den Dimmer gehst, sollte aber das System Booster/LED richtig ausgelegt sein und funktionieren, siehe ganz oben. Die 135mA Sollstromstärke für diese COBs sind aber bekanntermaßen nicht ideal für den Eigenbau, siehe diverse Threads zum Thema "woher bekomme ich eine KSQ mit 135mA" oder ähnlich.
der-gt
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Di, 26.02.19, 13:19

Klar funktionieren die Leds noch, denn sie bekommen natürlich keine 350mA ab.

Deshalb habe ich doch die Dimmerschaltung aufgebaut.
Ein Dimmbare KSQ bringt MAXIMAL Ihren Nennstrom, darunter ist sie logischerweise dimmbar?!

Klar hätte ich auch meinen Spannungsteiler auch direkt an 5V anschließen können, aber ich hab nunmal einen 100k Poti da, und kein 1k Poti.
Da ich von den LM2596 Boards unzählige hier habe, warum dann wieder was neues kaufen, anstatt das nutzen was man hat.
Hochohmig ist das klar, aber ich brauch auch nichts niederohmiges aufbauen, was mir den Wirkungsgrad der LED wieder zunichte macht.

Warum ich die LEDS welche bis max. 300mA freigegeben sind, nicht mit 135mA betreiben können sollte, erklärt sich mir jetzt nicht.
Wüsste auch nicht warum mich ein niedriger Strom vorm Eigenbau abhalten sollte.

Macht alles keinen Sinn für mich, sorry.

Also muss ich davon ausgehen, dass das Modul defekt ist, bzw. es sich jedenfalls nicht wie im Datenblatt beschrieben, flimmerfrei Analog dimmen lässt.
Dann gehen die zurück und ich bau mir selbst was auf.
der-gt
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Di, 26.02.19, 13:50

Gut selbst ist der Mann, die Meanwell Schaltung scheint definitiv ein Problem mit dem Hochohmigen Ausgang meiner Dimmerschaltung zu haben.

Denn am Labornetzgerät flimmert es nicht, allerdings am Labornetzgerät über den 100k Poti dann wieder schon.

So Datenblätter schreiben ist halt auch eine Herausforderung die man nicht von jeder Firma erwarten kann.
Also bleibt es dabei: Wer keine Ahnung von Elektrotechnik hat, kann es auch 2019 weiterhin vergessen sich am LED-Eigenbau mit Komponenten auszuprobieren. Datenblätter lesen und verstehen allein, hilft nicht. Wirkliches Armutszeugnis.
Borax
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Di, 26.02.19, 17:19

Ok. Könntest Du noch (grob) testen, wie niederohmig man den Dimmereingang beschalten muss/sollte, damit es nicht flimmert? Dann muss sich der nächste vielleicht nicht ärgern, wenn er diesen Thread vor eventuellem Kauf/Einsatz der KSQs gelesen hat. Wobei es da wohl auch keinen pauschalen Wert gibt. Hier hat ustoni ja auch eine LDH-45A-500W mit einem 100K Poti analog gedimmt: viewtopic.php?f=31&t=21173 Und anscheinend keine Flimmer-Probleme.
Buddhamilch
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Mi, 27.02.19, 01:03

Der LM2596 ist ein Schaltwandler-IC.
Ich vermute, dass dessen Ausgangsspannung nicht oder nur unzureichend gleichgerichtet und/oder stabilisiert ist.
Weiterhin vermute ich, dass die Schaltwandler-Platine keinen Eingangsfilter hat, sodass die parasitären Frequenzen rückwärts bis zum 5V Netzgerät gelangen können.
Denn am Labornetzgerät flimmert es nicht
Das Problem wäre demnach nicht das Meanwell LDH-45A, sondern die Schaltwandler-Platine.

Wie von Borax empfohlen solltest Du die Analog-Dimmung von Ustoni nachbauen und verwenden.
ustoni
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Mi, 27.02.19, 09:05

Bei der Leuchte von mir ist auch mit Handy bzw. Fotoapparat keinerlei Flimmern nachweisbar.

Für diesen Zweck würde ich allerdings statt der drei 1N4004 eine einzelne 1N4148 nehmen und den 4k7-Widerstand auf 1k verkleinern.
Die so entstehende Vorwärtsspannung der Diode sollte dann ziemlich genau den erforderlichen Einstellbereich von 0 bis 135 mA ergeben.
dieterr
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Mi, 27.02.19, 18:13

ustoni hat geschrieben:
Mi, 27.02.19, 09:05
Bei der Leuchte von mir ist auch mit Handy bzw. Fotoapparat keinerlei Flimmern nachweisbar.
Hat denn noch niemand nachgesehen, was da drin eigentlich verbaut ist? Wäre mal ganz interessant.


Der Ansatz mit der 4148 ist clever :) Zur Sicherheit (Kabelbruch Dimmer=>LDH) würde ich die Unkosten auf mich nehmen und glatt eine zweite spendieren, direkt zwischen Dim+ und Dim-.
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Sa, 09.03.19, 17:44

Also möchte meine neuen Erkenntnisse natürlich noch mitteilen.

Habe den 100k Poti mit 150k Spannungsteiler (also 250k zs) durch einen 10k Poti mit 13k Spannungsteiler getauscht.

Jetzt flimmerts so gut wie nicht mehr. Denke was ihr bzgl. des LM2596 schreibt stimmt mit Sicherheit, allerdings sollte das Meanwell eigentlich auch nicht so eine Zicke sein.
Flimmert jetzt über die Kamera noch gaaaanz dezent bei <10% Helligkeit, ansonsten kann ich kein Flimmern mehr feststellen.

Das Meanwell packt allerdings immer noch ca. 30mV auf die Ausgangsspannung meiner Dimmerschaltung. Vorher warens knapp 300mV
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