LED Kurzschliessen?

Hier werden Fragen zu LED-Grundlagen beantwortet...

Moderator: T.Hoffmann

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feynman
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Do, 09.10.08, 10:54

Hallo,

habe keine grosse Ahnung von LED's, was passiert mit einer blinkenden Diode wenn Sie kurzgeschlossen wird, geht das blinken in einen dauernd leuchtenden zustand ueber?

vielen dank fuer eure hilfe

gruss

jens
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Morbus
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Do, 09.10.08, 11:23

Was meinst du mit einer LED kurzschließen? Man kann normalerweise nur Stromquellen kurzschließen, indem man die Kontakte ohne Verbraucher miteinander verbindet.
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Sailor
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Do, 09.10.08, 11:27

Wenn Du sie kurzschließt, geht sie aus.

Der Strom nimmt dann den einfacheren Weg durch Kurzschlussdraht. :wink:

Ohne weitere Strombegrenzung haut es entweder die Sicherung durch oder es wird ein anderes Bauteil zerstört - also nicht so ohne weiiteres einen Kurzschluss uber die Beinchen der LED machen!
feynman
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Do, 09.10.08, 14:18

Hallo,

vielen dank fuer die schnellen posts.

das ganze sieht so aus, ich habe vier blinkende Dioden auf einer leiterplatte mit vorwiderstaenden usw. mit Stromquelle 9V. das ganze wird mit einem isolationsspray eingesprueht und ins wasser getaucht, direkt beim kontakt mit dem wasser wird das blinken der dioden hochfrequenter, bin auf der suche nach dem grund dafuer.

kurzschluss ueber das wasser ist es wohl nicht, da dann die dioden nicht mehr blinken wuerden, wie ich gelernt habe, sondern ueberhaupt nichts mehr machen wuerden.

gruss

jens
katze_sonne
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Do, 09.10.08, 14:34

Das ist wirklich... ulkig... (auch wenn Wasser bei Elektronik ja eigentlich nichts zu suchen hat!) Also: Vlt, weil so die Widerstände etwas überbrückt werden und dadurch die Spannung höher ist (und bei höherer Spannung blinken die Dinger schneller - zumindest meine...). Aber warum es dann nicht auch einen Kurzen gibt - das weiß ich auch nicht...
kp.
Fasti
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Do, 09.10.08, 15:09

Hallo,

probiers mal mit entmineralisiertem Wasser, da sollte dann kein Strom mehr fließen. Wenns dann nicht schneller blinkt, dann wars das, ansonsten käme vielleicht noch die Permittivität des Wassers ins Spiel.....

Grüße

Christian
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Elektronikmann
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Do, 09.10.08, 18:16

Nimm Salatöl und alles ist gut. :D
War schon mal im TV. Da haben sie einen Fernseher versenkt. Da passierte nix. Der lief einfach weiter.
mfg
katze_sonne
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Do, 09.10.08, 18:30

Elektronikmann hat geschrieben:War schon mal im TV. Da haben sie einen Fernseher versenkt. Da passierte nix. Der lief einfach weiter.
Ich sag nur: Galileo. Aber auch schon PCs mit solch einer Kühlung (ganzes Gehäuse voll Salatöl) wurden gebaut...
Fasti hat geschrieben: probiers mal mit entmineralisiertem Wasser, da sollte dann kein Strom mehr fließen
Haben die da auch getestet: Fernseher war schrott. Denn man bekommt nie alles raus.
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unoptanium
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Do, 09.10.08, 18:35

Nabend.


Also Leitungswasser ist ein eher schlechter Stromleiter.
Bei geringen Strömen ist das kein Kurzschluß.
Wenn das eine Standard-Wechselblinker-Schaltung ist,
besteht sie aus einem 555 oder OP oder Monostabilen Multivibrator.
Ein Kondensator (oder2) wird über einen Wirderstand
aufgeladen und das dauert eine bestimmte Zeit.

Damit wird die Blinkfrequenz bestimmt.
Das Isolierspray ist nicht lückenlos.
Im Wasser fließt ein Strom am Widerstand vorbei in den
Kondensator (und sonstwo hin :? )
und der ist dadurch schneller geladen, die
Frequenz erhöht sich.

Leitungswasser (Süßwasser) leitet den Strom nur mäßig.
Bei 230V hört aber der Spaß auf.
Batteriebetriebene Bauteile wie Motoren, Lampen,
komplette Taschenlampen ohne Elektronik laufen
unter Wasser weiter.

Natürlich vergammelt danach alles aber sofort aus
geht das nicht. Ich wollts früher auch nicht glauben,
habs einfach probiert.
Salzwasser leitet wesentlich besser, je nach Salzgehalt.



Gruß, unoptanium
Synthy82
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In der Zeit nachm zweiten Weltkrieg, wo man nichts hatte, hat man durchaus sein Wasser mal folgendermaßen gekocht: Stecker und Leitung - am Ende offen, an jeden der beiden Pole ne Rasierklinge dran, das im Glas befestigt und rein in die Steckdose!
katze_sonne
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Do, 09.10.08, 19:44

Synthy82 hat geschrieben:In der Zeit nachm zweiten Weltkrieg, wo man nichts hatte, hat man durchaus sein Wasser mal folgendermaßen gekocht: Stecker und Leitung - am Ende offen, an jeden der beiden Pole ne Rasierklinge dran, das im Glas befestigt und rein in die Steckdose!
Nur um damit noch mehr Häuser zu zerstören?! :shock:
unoptanium hat geschrieben: Also Leitungswasser ist ein eher schlechter Stromleiter.
Bei geringen Strömen ist das kein Kurzschluß.
Wenn das eine Standard-Wechselblinker-Schaltung ist,
besteht sie aus einem 555 oder OP oder Monostabilen Multivibrator.
Ein Kondensator (oder2) wird über einen Wirderstand
aufgeladen und das dauert eine bestimmte Zeit.
Ich dachte er hat ne Blink-LED genommen... :roll: @feynman: Was ist es denn nun?
Synthy82
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Damit zerstörste keine Häuser! Wasser ist ja kein Sprengstoff. Und dadurch, dass es Wechselstrom ist, hast du auch keine Ionenwanderung, so, dass an den Polen dann Bläschen rauskommen.
katze_sonne
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Do, 09.10.08, 20:34

Ahja. Und warum macht man das heute nicht mehr? Vlt. weil es zu gefährlich ist: Kurzschluss und Brand?
Synthy82
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Weil die Welt amerikanisiert ist! Jede Steckdose hat ne Kindersicherung und wenn irgendwo nicht drauf steht, dass es gefährlich ist, erkennen das die Leute nicht...
Gegenfrage: Warum ersetzen wir das Obst durch LEDs? Ist Obst gefährlich? Sicher nicht, außer, dass man sich dran verbrennen kann. Ebenso ist Wasser direkt elektrisch erhitzen fachgerecht angewandt nicht gefährlich, nur nicht optimal - analog zum Obst.
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tho_weiss
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Fr, 10.10.08, 06:41

Das prinzip mit der Rasierklinge gibbet heute noch:

Es gibt hochleistungs-Elektrodenkessel zur Dampf und Heißwassererzeugung, da wird auch der Drehstrom 400V 3~ direkt ins wasser geleitet - sehr effizient aber nicht ganz ungefählich...
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