Wie elektromagnetische Störung beseitigen?

Hier werden Fragen zu LED-Grundlagen beantwortet...

Moderator: T.Hoffmann

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Frank9652
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Sa, 23.10.10, 00:19

Hallo Leute!

Ich hatte vor einiger Zeit unsere Dunstabzugshaubenbeleuchtung gegen eine Superfluxleiste ausgetauscht.
Siehe Link.
viewtopic.php?f=28&t=9649

Nun war unsere T4-Leuchtstoffröhre kaputt gegangen, die wir zur Ausleuchtung der Küchenarbeitsfläche unter einem Hängeschrank hängen hatten. -Also nahm ich die Gelegenheit wahr, und ersetzte diese gegen genau dieselben Bauteile, die ich schon bei der Beleuchtung der Dunstabzugshaube verwendet habe.
Die vormalige T4-Leuchtstoffröhre besaß einen integrierten Ein- Ausschalter im Lampengehäuse.
Für die zweite Superfluxleiste kaufte ich das selbe Netzteil, wie ich es schon für die Dunstabzugshaubenbeleuchtung verwendet habe.
http://www.leds.de/LED-Zubehoer/Strom-u ... A-12V.html
Da ich mit meinem Energiemonitor festgestellt hatte, daß das Schaltnetzteil (auch wenn die Superfluxleiste aus ist) trotzdem noch 0,6 Watt verbraucht, habe ich das zweiadrige Stromkabel von der defekten T4-Leuchstoffröhre genommen (mit eingegossenem Stecker), habe einen Ein- Ausschalter dranmontiert, und ans andere Ende eine Schuko-Kupplung in die ich das Netzteil steckte.
(Anmerkung, das Kabel war in Ordnung, nur die Leuchtstoffröhre war kaputt)

Alles war prima, bis meine Frau das direkt neben der Lampe (auch am Unterschrank) hängende Küchenradio (mit Wurfantenne) einschaltete. - Die Störungen waren grausam. -Rauschen ohne Ende, so lange die Lampe brannte.
Ich konnte die Störungen stark reduzieren, indem ich das Netzteil auch in die Dunstabzugshaube verlegt habe die aus Metall besteht (Faradayscher Käfig), die Wurfantenne des Radios verlängert habe und komplett so weit wie möglich von den Lampen weg neu ausgerichtet habe.
-Doch ganz habe ich die Störungen nicht wegbekommen.

-Ich bin mir auch nicht ganz sicher, woher die Störungen kommen.
Ob die Störungen durch ein magnetisches Feld übertragen werden, oder über das Stromnetz (220 V).
Tatsache ist jedenfalls, daß es starke Schwankungen in den hörbaren Störungen gibt, wenn ich das Stromkabel oder das Netzteil bewege.

Dazu jetzt meine Fragen.
Das bisher verwendete Stromkabel mit Stecker, Ein-Ausschalter und Kupplung ist ein zweiadriges Stromkabel.
Würde es was von der Abschirmung her bringen, wenn ich ein dreiadriges Stromkabel verwenden würde?
Die Erde an der Kupplungsseite würde ich herausführen, und an das Gehäuse der Dunstabzugshaube anschließen.
Ich denke, es hat keinen Sinn die Erde an die Klemme innerhalb der Schuko-Kupplung anzuschließen, da das Netzteil keinen Kontaktpunkt für eine Erde besitzt, und das dünne Kabel von Netzteil zur Lampe auch nur 2-Adrig ist.
Oder gibt es auch Stromkabel das mit einer Metallfolie oder mit einem Metallnetz abgeschirmt ist?

Oder kann es sein, daß die Störungen über das 220-Volt-Stromnetz übertragen werden?
Gibt es dann so etwas wie Dämpfungsglieder?

Hat jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht, und wenn ja, wie gelöst?

Gruß Frank
Frank9652
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Sa, 23.10.10, 01:45

Habe mal bei Wikipedia vorbeigeschaut.
Sieht so aus, als wenn ich einen Netzfilter brauche.

Gruß Frank
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Achim H
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Sa, 23.10.10, 01:50

Schaltnetzteile schalten primärseitig die gleichgerichtete Netzspannung viele 10.000mal in einer Sekunde ein und aus. Durch die hohe Schaltfrequenz ist nur ein sehr kleiner Transformator mit Ferritkern notwendig. Die hohe Frequenz hat allerdings einen Schönheitsfehler: die parasitären Schwingungen (die Schaltfrequenz) breiten sich sowohl über Funk als auch netzgebunden über die Netzleitung (und zwar gegen die Stromrichtung) aus und können somit andere Geräte (insbesonder Audio- und Videogeräte) stören. Damit dies nicht passiert, sollte mindestens eine Gleichtaktstörunterdrückung in Form eines Netzfilter zwischen Steckdose und Schaltnetzteil geschaltet sein, der die parasitären Frequenzen wieder aus Netzfrequenz (50 Hertz) heraus filtert.

Gleichtakt = asymmetrische Funkstörspannung.

Ich denke, dass das Stecker-Schaltnetzteil so einen Filter nicht integriert hat, weil deren elektromagnetische Störungen meist kleiner als der zulässige EMV-Grenzwert sind.

Ich würde es in erster Stufe mit Zwischenschalten eines Netzfilter versuchen. Netzfilter werden unter Bezug zur Höhe des Ausgangsstrom am Schaltnetzteil bemessen. Und der beträgt dort 800mA. Der Bemessungstrom des Netzfilter sollte um 1A (max. 1,5A) betragen (nicht höher, da sonst die parasitären Frequenzen nicht gut genug entfernt werden).

Für eine vollständige Störunterdrückung muss der Netzfilter sowohl eine Gleichtakt- (stromkompensierte Drossel) als auch Gegentakt-Stufe (Pulverkerndrossel) enthalten, um asymmetrische und symmetrische Funkstörungen zu filtern.
Frank9652
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Sa, 23.10.10, 05:16

Mal sehen ob's sowas zu kaufen gibt.
Meine elektronischen und handwerklichen Kenntnisse reichen nicht aus um mir sowas selbst zu basteln.

Gruß Frank
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Achim H
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Sa, 23.10.10, 07:38

Conrad hat einen, kostet 3,97 Euro. Leider ist dieser aber erst ab 08.11. lieferbar.
Anschlüsse über 2,8mm Flachstecker. Ich würde das Kabel dranlöten und dann einen Schrupfschlauch drüber.
Direktlink: 1 Ampere Netzfilter.

Alternativ kannst Du dir auch ein Steckernetzteil (gleichgerichtet und stabilisiert) mit einem konventionellen Transformator besorgen. Da dort nichts mit Hochfrequenz geschaltet wird, entstehen erst gar keine parasitären Frequenzen.

Bei ebay brauchst Du nicht gucken (habe ich schon gemacht). Die dort angebotenen sind total überteuert (Preis um 5 Euro + ca. 5 Euro Versand = fast 10 Euro).

mfg Achim
Frank9652
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Sa, 23.10.10, 21:45

Hallo Achim!

Vielen Dank, ich denke so lange kann ich warten.
Ich schaue aber auch mal bei Pollin diese Nacht rein (wenn ich Zeit habe). - Jetzt weiß ich ja, wonach ich suchen muß.
Ich war mal heute in der Stadt, leider hatte der einzigste Elektronikladen schon zu.
Und die 3 Baumärkte und der Mediamarkt hatten nur die 6-fach-Steckdosenleisten von Brennstuhl mit integriertem Netzfilter.
Preise zwischen 39,- und 57,- Euro :(
Davon mal ganz abgesehen, daß diese Mammuttteile ich auch nicht in der Dunstabzugshaube unterkriegen würde...

Gruß Frank
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Achim H
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Sa, 23.10.10, 22:40

Nicht dass wir uns hier falsch verstehen:
Der Netzfilter muss zwischen Steckdose und Steckerschaltnetzteil geschaltet werden, damit die parasitären Frequenzen des Schaltnetzteil nicht ins Stromnetz zurück laufen können.

Die einfachste Methode ist aber ein Steckernetzteil mit einem konventionellen Trafo. Preislich ist das kein großer Unterschied, aber definitiv weniger Arbeit.
Frank9652
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Sa, 23.10.10, 22:49

Gut, dann schau ich mal am Montag.

Vielen Dank nochmal.

Gruß Frank
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Sailor
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So, 24.10.10, 08:09

Wenn ich Deinen Ausgangsbeitrag richtig verstehe, hast Du nun 2 gleiche Netzteile in der Haube. Eins stört und das andere nicht?

Bei mir sind 5 dieser Netzteile im Einsatz, Störungen übers Netz habe ich nicht. Eine Wurfantenne in unmittelbarer Nähe des Netzteils könnte Störsignale aufnehmen, da das Netzteil selbst nicht abgeschirmt ist. Hier würde ich ansetzen, wenn die Fehlerbeschreibung oben stimmt.
Frank9652
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Mo, 25.10.10, 05:19

Wenn ich Deinen Ausgangsbeitrag richtig verstehe, hast Du nun 2 gleiche Netzteile in der Haube.
Genau.
Sailor hat geschrieben:Eins stört und das andere nicht?
Ja.
Dabei bin ich mir aber nicht sicher, worüber die Störungen übertragen werden (durch die Luft, oder über das Stromnetz)
Ich könnte mir aber auch vorstellen, daß beide Netzteile Störungen in das Stromnetz schicken.
Aber Fakt ist, daß die Störungen nur auftreten, wenn ich das zweite Netzteil einschalte.

Zwischen beiden Netzteilen gibt es nur einen einzigen Unterschied.
Von der doppelten Wandsteckdose geht es mit einem Stecker in die Dunstabzugshaube über die durch den integrierten Ein- Ausschalter Netzteil Nummer eins (und somit die Superflux-Leiste in der Dunstabzugshaube) geschaltet wird.
Während von der zweiten Buchse derselben Wandsteckdose ein selbst gebasteltes Stromkabel (zweiadrig) mit anmontierten Ein- Ausschalter in die Dunstabzugshaube geht, an dessen Ende ein Schuko-Stecker mit Netzteil 2 steckt. Von diesem zweiten Netzteil geht das dünne Kabel wieder aus der Dunstabzugshaube heraus zur zweiten LED-Lampe unter dem Hängeschrank.
Sailor hat geschrieben: Bei mir sind 5 dieser Netzteile im Einsatz, Störungen übers Netz habe ich nicht. Eine Wurfantenne in unmittelbarer Nähe des Netzteils könnte Störsignale aufnehmen, da das Netzteil selbst nicht abgeschirmt ist. Hier würde ich ansetzen, wenn die Fehlerbeschreibung oben stimmt.
Bezüglich Interferrenzen durch die Luft, habe ich ja schon alles mir mögliche unternommen (und konnte auch dadurch die Störungen massiv reduzieren).
1). Verbannung des störenden Netzteils in die Dunstabzugshaube - Diese ist aus Metall und sollte wie ein faradayscher Käfig wirken.
2). Verlängerung der Wurfantenne und komplette Neuverlegung dieser so weit wie möglich (ca. 2 Meter) von den Netzteilen weg.

Ich könnte mir nur vorstellen das störende Netzteil zusätzlich in eine Metalldose zu verbannen, und diese an dem Gehäuse der Dustabzugshaube zu erden. Auch könnte ich mir vorstellen das selbst gebastelte (zweiadrige) Stromkabel gegen ein dreiadriges zu ersetzen.

Da meine Frau beide Lampen separat ein- und wieder ausschalte möchte, kommt ein größeres gemeinsames Netzteil nicht in frage.

Trotz der Verbannung des Netzteiles und Verlegung und Erweiterung der Wurfantenne bleibt doch eine kleine Reststörung übrig.
Das liegt natürlich den Verdacht der Induktion nahe. -Trotzdem kann ich nicht ausschließen, daß die Reststörung über das Stromnetz kommt.
Da beide Netzteile letztendlich an derselben Wandsteckdose hängen und das Küchenradio zwar an einer anderen Steckdose an derselben Wand (diese aber wahrscheinlich doch am selben Stromkreis hängt) könnte ich mir eine Beeinflussung über das Stromnetz durchaus vorstellen.

Ich erhoffe mir eine endgültige Beseitigung der Störung, indem ich das störende Netzteil duch (wie beschrieben) ein Standartnetzteil ersetze, oder einen Netzfilter vor das störende Netzteil schalte.
-Ein Freund von mir meinte, es könnte auch was bringen solche klappbaren Ferritkerne um das Stromkabel zu montieren.
http://www.pollin.de/shop/dt/NjI4OTQ3OT ... _0930.html

Gruß Frank
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Achim H
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Mo, 25.10.10, 06:31

Da meine Frau beide Lampen separat ein- und wieder ausschalte möchte, kommt ein größeres gemeinsames Netzteil nicht in frage.
Warum das nicht?
1 Netzteil = 1 Störungsquelle
2 Netzteile = 2 Störungsquellen
Ein Netzteil mit doppelter Leistung verbraucht doch nicht auch das doppelte, nur weil es doppelt so viel Leistung bringen kann. Ausschlaggebend ist immer das, was gerade angeschlossen ist.

Mit nur 1 Netzteil sind die Verluste sogar geringer und dieses nimmt auch weniger Platz ein.
Und große Schaltnetzteile sind bereits mit einem Netzfilter versehen (insbesondere die SNTs von Meanwell).

2 Schalter brauchst Du sowieso:
Da nimmst einen primärseitig, um die Netzspannung ein/aus zu schalten (somit keinen Standby-Stromverbrauch) und einen, um die 2. Leuchte sekundärseitig dazu zu schalten.

mfg Achim
Frank9652
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Mo, 25.10.10, 14:16

Eben deshalb...
Erklär mal (m)einer Frau, daß sie zuerst den primären Schalter für Lampe 1 einschalten müßte, damit sie mit dem zweiten Schalter die zweite Lampe einschalten kann.
Sie will da Flexibilität (kann ich auch verstehen)
Bei Bedarf nur die eine Lampe, bei Bedarf nur die zweite Lampe, oder bei Bedarf halt beide Lampen zusammen. - wie bisher.

Gruß Frank
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Mo, 25.10.10, 14:23

Auch das ist mit einem einzelnen Schaltnetzteil machbar. Wir reden hier von einem Schaltnetzteil und nicht von einer Konstantstromquelle. Im Gegensatz zu einer KSQ darf ein SNT ausgangsseitig geschaltet werden. Und wenn Du hier 2 mit je einem Schalter getrennte Kreise an das Netzteil dran klemmst, dann kannst Du schalten wie Du (bzw. Deine Frau) möchte(st).
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Sailor
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Di, 26.10.10, 06:52

Achim H hat geschrieben:Und wenn Du hier 2 mit je einem Schalter getrennte Kreise an das Netzteil dran klemmst, dann kannst Du schalten wie Du (bzw. Deine Frau) möchte(st).
Womit wir einen Standby-Verbrauch in Kauf nehmen.
Frank9652 hat geschrieben:Von diesem zweiten Netzteil geht das dünne Kabel wieder aus der Dunstabzugshaube heraus zur zweiten LED-Lampe unter dem Hängeschrank.
Das habe ich als Antenne in Verdacht.

Wenn es einfach ist, die Netzteile auszutauschen, wäre das mein erster Schritt und der nächste Schritt die Abschirmung dieser Leitung. Wie rum ist eine Frage des geringsten Aufwandes.
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Achim H
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Di, 26.10.10, 08:59

Sailor hat geschrieben:
Achim H hat geschrieben:Und wenn Du hier 2 mit je einem Schalter getrennte Kreise an das Netzteil dran klemmst, dann kannst Du schalten wie Du (bzw. Deine Frau) möchte(st).
Womit wir einen Standby-Verbrauch in Kauf nehmen.
Im Endeffekt das Gleiche wie ein Steckerschaltnetzteil, wo die Steckdose nicht ausgeschaltet werden kann.

Wie hoch wird der Standby-Stromverbrauch ungefähr sein?
Ich denke: so ungefähr 0,5 bis 1 Watt in der Stunde.
Mario6176
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Di, 07.06.11, 12:33

Hallo wertes Forum!

Nachdem ich nun zwei Abende ratlos mit allerlei Kabeln in den Händen auf dem Wohnzimmerfußboden gesessen und immer wieder einiges umverkabelt habe weiß ich nun keine Lösung mehr und wende mich ratsuchend an Euch.

Ich habe mir im Wohnzimmer eine Trockenbauwand vor meine eigentlichen Wohnzimmerwand gebaut und diese links/oben/rechts umlaufend mit einer 8m dimmbaren LED Stripe versehen um somit indirektes Licht im Wohnzimmer zu erzeugen.
Das Ganze sieht meiner Meinung nach auch recht gut aus aber dadurch kam es zu folgendem Problem.
Ich verwende seid einiger Zeit eine recht gute DVB-T Antenne mit 45db Verstärkung die mich mit reichhaltig gutem Bild und Ton versorgt hatte.
Schalte ich nun die LED Stripe ein habe ich nicht ansatzweise ein Bild oder Ton, schalte ich die LED Technik aus ist alles super.
Mir ist dann aufgefallen das wenn ich die LED Stripe auf Minimalleistung dimme ansatzweise wieder ein Bild und Ton zu sehen ist. Ich habe mit Verkabelungen und Elektronik nicht wirklich viel Erfahrung und weiß nicht was ich da noch zwischenschalten könnte um diese Störungen zu vermeiden.
Komischerweise habe ich in meinen Hängeschränken (also auch unmittelbar in der Nähe der DVB-T Antenne) LED Glasbodenbeleuchtungen die Bild und Ton absolut nicht beeinflussen?!
Eventuell könnt Ihr mir weiterhelfen?

Grüße und vorab vielen Dank für Euren rat,

Mario
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Achim H
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Di, 07.06.11, 13:08

Willkommen im Forum,

zuerst einmal wäre es hilfreich, wo Du die Komponenten (insbesondere Netzteil (Schaltnetzteil?) und den Dimmer) gekauft hast.

Manche EMV-Geräte fallen mit ihren EMV-Störstrahlungen lediglich unter die Grenze des erlaubten Wertes. Das bedeutet nichts anderes, als das diese Geräte doch Störstrahlungen aussenden (kabelgebunden + Funk), aber diese Störungen recht gering sind. Mit einer Zimmerantenne hast Du natürlich kaum eine Chance, weil diese die Störstrahlungen empfängt und verstärkt an Dein Fensehgerät weitergibt.

Abhilfe: möglicherweise (3 Fragezeichen) hilft ein Gehäuse aus Weißblech (das Material aus dem Konservendosen sind) um alle EMV-Geräte. Das Gehäuse mit einem Y1-Kondensator (100nF) entkoppeln (an PE anschließen).
holger_wuest
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Sa, 13.04.19, 08:29

Achim H hat geschrieben:
Sa, 23.10.10, 07:38
Conrad hat einen, kostet 3,97 Euro. Leider ist dieser aber erst ab 08.11. lieferbar.
Anschlüsse über 2,8mm Flachstecker. Ich würde das Kabel dranlöten und dann einen Schrupfschlauch drüber.
Direktlink: 1 Ampere Netzfilter.

Alternativ kannst Du dir auch ein Steckernetzteil (gleichgerichtet und stabilisiert) mit einem konventionellen Transformator besorgen. Da dort nichts mit Hochfrequenz geschaltet wird, entstehen erst gar keine parasitären Frequenzen.

Bei ebay brauchst Du nicht gucken (habe ich schon gemacht). Die dort angebotenen sind total überteuert (Preis um 5 Euro + ca. 5 Euro Versand = fast 10 Euro).

mfg Achim


Hallo Achim,

ich habe ein ähnliches Problem hiermit:
LED Leuchtstoffröhre 18W T8, LED Tube G13 120cm 4000K

Kann da so ein Entstörfilter auch helfen?
Ferritkern an der Zuleitung und Entstörkondensator (hat es verschlimmert) haben leider nichts gebracht.

vg
Holger
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