Philips LED-Lampe mit 9,7 W, 940 lm, CRI 92 verfügbar in USA

Announcements, neue Produkte und Features bei LUMITRONIX® und in der LED-Branche

Moderator: T.Hoffmann

capslock
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Sa, 05.05.12, 06:30

Wann sehen wir das wohl hier?

http://thewirecutter.com/reviews/best-l ... mbientled/

http://www.amazon.com/dp/B007RKVT4C/?tag=thewire06-20

http://download.p4c.philips.com/l4bt/3/ ... fs_aen.pdf

Reine Verschwendung, das den Ami zu verkaufen, bei dort typisch $0.08/kWh, also weniger als 6 €cent. Dort hat ein typischer Haushalt einen Energieverbrauch von über 15000 kWh/a, und in Küchen (und ebenso allen mir bekannten Firmen) hängen T12-Röhren an der Decke, die auch angelassen werden, wenn man mal eben zum Einkaufen oder Essen fährt, die verbrauchen ja so wenig. Meine Freunde haben dort letztes Jahr vom Elektriker in der Küche einen "high-efficiency"-Ersatz eingebaut bekommen: T8 mit KVG!
ingo87
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Sa, 05.05.12, 20:52

für 6 cent pro kWh braucht keiner die dinger. die teile sind noch einfach zu teuer :shock:
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Mr Fix-it
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Sa, 05.05.12, 21:13

Hallo capslock,

das Leuchtmittel gibt es schon bei uns. Einfach mal bei dem großen Versandhändler mit dem a nachschlagen, allerdings zu einem völlig anderen Preis. Und das finde ich dann weit interessanter. Augenscheinlich sind die Leuchtmittel bei uns nur deshalb doppelt so teuer, weil die Nachfrage stimmt. In den Saaten will die Dinger keiner haben, bei den Energiekosten kein Wunder. Aber das wird dort auch nicht mehr lange so weiter gehen, der Ami ist es leid, ständig, für billige Energie, Kriege zu führen.

Abgesehen davon sind bei uns die Energiekosten ja nur so hoch, weil es von der Politik so gewollt ist, es sei denn Du kochst Alu oder Stahl, dann gibt es die kWh zu vergleichbaren Preisen wie in den USA und das liegt nicht am Mengenrabatt, sondern an den steuerlichen Zugeständnissen unseres Staates, die wir übrigens dann über unsere Stromrechnung mit bezahlen dürfen; genau so wie wir den ganzen Reichen, die schon vor Jahren das Geld hatten, sich riesige Solaranlagen aufs Dach zu schrauben, jeden Monat mit unserem Abschlag an die Energieversorger ein nettes Sümmchen rüber schieben.

Das ist wieder ein anderes Thema, über das ich mich aber nicht genug aufregen kann.
Gruß
Mr. Fix-it
capslock
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So, 06.05.12, 16:36

Gibt es die wirklich? Ich bin dort neben mehreren Einträgen der bekannten 12 W - Variante mit 840 lm nur auf das Modell mit 17 W und gut 1000 lm gestoßen, was offensichtlich der selben alten Generation angehört.
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angerdan
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So, 06.05.12, 23:16

Die L-Price Lamp gibt es nur in den USA und dort erst seit einigen Tagen. Hatte ich schon gepostet:
5Watt 400lm GU10 LED Spots Neu - LED Forum
Unbefriedigende 12V-Lösungen - LED Forum

Der Preisunterschied liegt sicher an der Nachfrage, weil in Deutschland nur wenige LED-Lampen verkauft werden. Die Amerikaner sind einfach technikfreundlicher, vor allem wenn Made in USA draufsteht. Am Strompreis liegt es nicht, denn die Deutschen bunkern trotzdem lieber Millionen Glühlampen und zahlen deftig drauf.
Ich darf erinnern, dass der L-Price eine US-Initiative ist, EPA eine amerikanische Behörde und zu beidem kein europäischer/deutscher Equivalent besteht. LED-Lampen sind in den USA auch in den Medien viel präsenter als hierzulande, neue Produkte sind dort 6-10 Monate früher auf dem Markt (und das vom europäischen Hersteller Philips!) und gleich zu Markteinführung aufgrund der höheren Nachfrage 30-50% günstiger als in Europa.

Zur kaufbaren L-Price LED-Lamp kann ich des weiteren folgenden Link mit vielen Fotos und einer ausführlichen Linksammlung empfehlen:
L-Prize Bulb partial teardown - Doug Leeper
Zuletzt geändert von angerdan am Mo, 28.05.12, 09:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Mo, 07.05.12, 09:39

Hallo angerdan,

es ist noch schlimmer als angenommen. Philips haut gleich richtig in den Sack.
Bei dem Laden mit dem a.com gibt es jetzt auch dieses Leuchtmittel von Philips:
PHILIPS EnduraLED 17 Watt A21 Dimmable LED Light Bulb 1100Lm

schau mal hier:
http://www.amazon.com/PHILIPS-EnduraLED ... d_sim_hi_6
Leider verschickt der Anbieter nicht nach Deutschland.
In meinem Beitrag oben habe ich 9W und 12W verwechselt. Sorry. Dieses Leuchtmittel gibt es in der Tat nur in den USA. Mal sehen ob ich über meinen Schwager was machen kann, der ist Ami und hier in Deutschland stationiert. Der kann sich Sachen sehr preisgünstig (Versandkosten) schicken lassen. Werde mal dumm fragen, denn der Preisunterschied ist frappierend.

Gruß
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Mo, 07.05.12, 10:27

Wow, vielen Dank für den Link zum Teardown! Hier der Versuch einer Zusammenfassung:

- im Sockel komplettes Schaltnetzteil mit 250 V / 130° - Elko, Cypress controller und 600 V - MOSFETs

- jedes der drei gelben Segmente enthält eine Keramik-PCB mit sechs 3 W - LEDs, die mit 1/2 W betrieben werden, drei rote und drei blaue, wobei eine der blauen anders aussieht (450 und 470 nm?) -- mit 18 Power-LEDs relativiert sich natürlich auch der Preis!

- die insgesamt 9 blauen und roten LEDs sind jeweils in Serie geschaltet

- die LEDs enthalten keinen Phosphor, sondern der ist auf der Rückseite der gelben Plättchen

- während die alte "gelbe" Philips-LED-Birne ein Spektrum hat wie eine gute weiße LED (breite Peaks bei 615 und 450 nm, Lücke bei 475 nm mit ca. 17% der Intensität des gelb-roten Peaks), hat die L-Prize drei Peaks (den üblichen bei 450 nm, statt des breiten 615ers einen schmalen, sehr kräftigen bei 630 nm und zusätzlich eine Auffütterung bei 540 nm)

- negativ ausgedrückt fehlt der L-Prize gegenüber der alten "gelben" LED-Birne: der Bereich von 640 bis 750 nm ist deutlich schwächer, bei 580 nm fehlt ein bißchen (Flächenintegral ca. 20%) und die Lücke bei 475 nm ist ca. 1/3 ausgeprägter

Fragen zur Farbbildung
- Warum haben wir trotz der blauen LEDs diese Lücke bei 475 nm? Absorbiert der Phosphor da einfach zu viel?

- Welche Wellenlängen sind für die korrekte Wiedergabe der roten Karte R9 aus dem erweiterten CRI-Test wichtig? Bei Rot hätte ich an 650 bis 700 nm gedacht. Die ESL hat in diesem Bereich fast keinen Output und erreicht erwartungsgemäß 0%. Die alte Philips hat hier kräfitigen und kontinuierlichen Output und erreicht nur 12,6%. Die neue, die hier deutlich weniger Output hat, erreicht nach Aufwärmen immerhin 72,5% -- wie geht das zusammen?
Interessanterweise sind es kalt nur 37,7%, obwohl aufgewärmt der rotgelbe Peak gerade mal 8 nm ins Rote gewandert ist.

Gedanken zum DIY

- Eigenimport: das Netzteil wird sich wohl nicht so einfach auf 240 V umstricken lassen, da der Controller für 110/120 V optimiert ist -> aufgrund der modularen Bauweise läßt es sich aber gut rauswerfen und durch eine externe Konstantstromquelle ersetzen

- Läßt sich sowas komplett selbst bauen? Hängt wohl vor allem an der Verfügbarkeit des Phosphors. Durch eine zusätzliche 470 nm - LED könnte man bei der Lücke besser werden.
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Mo, 07.05.12, 15:31

Auch von mir vielen Dank an angerdan für das Verlinken des Teardowns, die Seite ist ja wirklich hochinteressant. Die Menge an elektronischen Bauteilen, die in dieser Lampe stecken finde ich sehr beeindruckend, wenn nicht erschreckend. Auf der Platinenunterseite habe ich ca. 56 Stück gezählt, mit den 18 LEDs und der Platinenoberseite dürfte das an die 100 Bauteile gehen... nur um eine Glühbirne zu ersetzen?!?

Aber das Teil beweist, dass es tatsächlich möglich ist, vom Preis und Aufwand abgesehen in einem einzigen, tatsächlich auf dem Massenmarkt erhälichen Produkt bei allen Parametern (Lumen, Lumen/Watt, Farbtemperatur, CRI, Lebensdauer, Abstrahlwinkel, dimmbarkeit, Praxistauglichkeit) gleichzeitig sehr gute Werte zu erreichen. Allein schon als Benchmark für die Industrie finde ich das enorm wertvoll.
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Mo, 07.05.12, 15:49

Und das Ding ist --- wenngleich mit Sicherheit das derzeit mit Abstand beste erhältliche LED-Fertigleuchtmittel auf dem Markt --- ja sogar noch im direkten Vergleich RICHTIG unterirdisch schlecht gegen den leider nicht auf dem Markt befindlichen Prototypen von Cree... und den könnte man sicher in Massen längst günstiger herstellen als OLEDs (250€ für 10 Lumen)

Etwas nachdenklich macht mich allerdings das Zumischen von roten LEDs, einerseits wegen der vermutlich unterschiedlichen Lebensdauer/der unterschiedlichen Helligkeitsabnahme, andererseits weil meine 4,5W-Ikea-Leuchtmittel dadurch einen leichten rosé-Stich bekommen und ich Philips MyAmbience E14-Spots aufgrund des überdeutlichen, absolut Fleischthekentauglichen no-go-Schweinchenrosastichs zu toom zurückbringen musste.
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Achim H
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Mo, 07.05.12, 16:09

... leider nicht auf dem Markt befindlichen Prototypen von Cree ...
Ich kann mir nicht helfen. Irgendwie sieht das Dingens aus wie ein LMR2-Modul mit Sockel, Kühlkörper und einer SatinIce-Haube. Die Nachfolgermodelle sind die LMH2-Module. Mit ein wenig Aufwand könnte man sich seine Lampe selber zurechtfrickeln (850-3000 Lumen).
johnson
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Mo, 07.05.12, 16:18

Mr Fix-it hat geschrieben:Sorry. Dieses Leuchtmittel gibt es in der Tat nur in den USA. Mal sehen ob ich über meinen Schwager was machen kann, der ist Ami und hier in Deutschland stationiert. Der kann sich Sachen sehr preisgünstig (Versandkosten) schicken lassen. Werde mal dumm fragen, denn der Preisunterschied ist frappierend.
Und was machst du dann damit :?: Die Dinger laufen nur mit 120V/60Hz.
Oder habe ich da was übersehen. :roll:
capslock
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Mo, 07.05.12, 16:56

CRI 93+ / Ra 93+ hat geschrieben:Und das Ding ist --- wenngleich mit Sicherheit das derzeit mit Abstand beste erhältliche LED-Fertigleuchtmittel auf dem Markt --- ja sogar noch im direkten Vergleich RICHTIG unterirdisch schlecht gegen den leider nicht auf dem Markt befindlichen Prototypen von Cree... und den könnte man sicher in Massen längst günstiger herstellen als OLEDs (250€ für 10 Lumen)

Etwas nachdenklich macht mich allerdings das Zumischen von roten LEDs, einerseits wegen der vermutlich unterschiedlichen Lebensdauer/der unterschiedlichen Helligkeitsabnahme, andererseits weil meine 4,5W-Ikea-Leuchtmittel dadurch einen leichten rosé-Stich bekommen und ich Philips MyAmbience E14-Spots aufgrund des überdeutlichen, absolut Fleischthekentauglichen no-go-Schweinchenrosastichs zu toom zurückbringen musste.
Wegen der Lebensdauer würde ich mir keine Sorgen machen. Im Teardown ist auch die Präsentation vom DOE verlinkt. Demnach gab es nach 9000 h Test bei gut 40° nur eine Abnahme des Lichtstroms um weniger als 1%. Der Rotanteil ist allerdings anders als bei herkömmlichen weißen LEDs, d.h. die Rotbande ist schmaler und kräftiger. Trotzdem gibt es eine bessere Wiedergabe der roten Testkarte, auch wenn ich das noch nicht verstehe.
capslock
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Mo, 07.05.12, 16:59

johnson hat geschrieben:
Mr Fix-it hat geschrieben:Sorry. Dieses Leuchtmittel gibt es in der Tat nur in den USA. Mal sehen ob ich über meinen Schwager was machen kann, der ist Ami und hier in Deutschland stationiert. Der kann sich Sachen sehr preisgünstig (Versandkosten) schicken lassen. Werde mal dumm fragen, denn der Preisunterschied ist frappierend.
Und was machst du dann damit :?: Die Dinger laufen nur mit 120V/60Hz.
Oder habe ich da was übersehen. :roll:
Naja, man könnte:

- das eingebaute Schaltnetzteil umstricken - ist normalerweise ziemlich einfach, hier aber nicht so, weil wohl auch der Controller für 110 V gedacht ist
- das eingebaute Schaltnetzteil rauswerfen und stattdessen eine externe Stromquelle nehmen
- einen externen Trafo auf 110 V nehmen (der aber vermutlich um die 20% Verlust hat)
- einfach zwei solche Lampen in Reihe schalten (und hoffen, daß die Spannungen halbwegs gleich rauskommen)
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angerdan
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Mo, 07.05.12, 17:34

Mr Fix-it hat geschrieben:es ist noch schlimmer als angenommen. Philips haut gleich richtig in den Sack.
Bei dem Laden mit dem a.com gibt es jetzt auch dieses Leuchtmittel von Philips:
PHILIPS EnduraLED 17 Watt A21 Dimmable LED Light Bulb 1100Lm
http://www.amazon.com/PHILIPS-EnduraLED ... 006OTAE8Y/

Leider verschickt der Anbieter nicht nach Deutschland.
In meinem Beitrag oben habe ich 9W und 12W verwechselt. Sorry. Dieses Leuchtmittel gibt es in der Tat nur in den USA. Mal sehen ob ich über meinen Schwager was machen kann, der ist Ami und hier in Deutschland stationiert. Der kann sich Sachen sehr preisgünstig (Versandkosten) schicken lassen. Werde mal dumm fragen, denn der Preisunterschied ist frappierend.
Hallo Mr. Fix-it,

die ist schon seit mehreren Wochen in Deutschland erhältlich. Hatte ich auch vor bald drei Wochen schonmal gepostet, aber leider ist hier das Interesse an Retrofit LED-Lampen eher bescheiden...
LED-Ersatz für 75-Watt-Glühlampe von Philips - LED Forum

Wenn du noch ein paar Tage wartest, wird sicher die neue Osram Parathom als 75W Ersatz auf dem Markt aufschlagen. deren Preis liegt dann bei <50€.

Gruß
angerdan
Zuletzt geändert von angerdan am So, 04.11.12, 11:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Mo, 07.05.12, 19:24

Hallo angerdan

es geht weniger darum, ob ich die Leuchte hier bekomme oder nicht, es geht um den Preis, der in den Staaten nur halb so hoch ist wie bei uns, aus welchen Gründen auch immer, ich sehe es nicht ein, einen augenscheinlich künstlich nach oben getriebenen Preis zahlen zu müssen. Deshalb meine Idee, mal den Schwager zu fragen.

Gruß
Mr. Fix-it
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Di, 08.05.12, 08:13

Da wir hier die 3fachen Energiekosten haben armortisiert sich so ein Leuchtmittel bei uns schneller.
In den USA würde es für den EU-Preis niemand kaufen.
Dennoch müssen auch die Amis beim Ami-VK genauso lange über die Wirtschaftlichkeit nachdenken, wie wir beim EU-Preis --- wenn nicht noch länger, denn die Energie kostet dort ja nicht die Hälfte sondern eben nur 1/3....

Ergo kann Philips in den USA nur vielleicht 30% Marge rausholen, bei uns aber >60%. So ist das nunmal...
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stoske
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Di, 08.05.12, 08:30

Die Preise in den Staaten werden immer ohne TAX (Steuer) angegeben und Zoll fehlt auch.
Beides ist in unseren Preisen schon enthalten, das verzerrt den Vergleich. Der Unterschied
ist deutlich kleiner, bei größeren Werten hebt er sich nicht selten sogar auf.
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C.Hoffmann
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Di, 08.05.12, 17:26

Wir hatten heute den Philips-Spezialisten da. Ich habe ihm diesen Beitrag hier gezeigt. Die von euch hier angesprochene Lampe ist der Nachfolger des aktuellen 12Watt-Modells. Die 230V-Version für Europa ist leider erst Ende des Jahres zu erwarten. Diese Info ist ohne Gewähr. Wir vermuten Verkaufspreise in Richtung 40-50€.

Zu den Länder-Preisunterschieden kann ich sagen, dass Deutschland zum einen wenig Wettbewerb im Lampen-Bereich hat und zum anderen auch leider noch als sog. Hochpreismarkt eingestuft wird. Viele große Hersteller fahren je nach Gebiet preislich bei identischen Produkten völlig unterschiedlich. Am meisten Profit lässt sich rausschlagen, wenn in eben solchen Hochpreisländern möglichst hohe Verkaufspreise und große Margen festgelegt werden, ganz nach dem Motto "wer viel Geld hat, muss auch mehr bezahlen". Die meisten großen Unternehmen gestalten Ihre Preise nicht nach globaler Fairness.
capslock
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Di, 08.05.12, 17:46

Schön zu wissen, daß sie überhaupt in absehbarer Zeit hier auf den Markt kommt.

Internationale Preise sind so eine Sache. Man gucke sich mal den Preis von deutschen Autos vor Steuer und USA (eklatant!) und in anderen europäischen Ländern (nicht mehr ganz so krass wie vor 10 Jahren) an. Auch Levis Jeans, CDs, iPads, Kameras und viele Unterhaltungselektronikartikel sind in den USA billiger, meist auch in Japan, trotz des schwächelnden Eurokurses. Computerhardware bis hin zu externen Festplatten und SDHC-Karten hingegen ist seit Jahren hier am billigsten, vermutlich wegen des transparenten Preisvergleichs und des im Vergleich zuverlässigen Versands und Schuldrechts.

So, könnte sich jemand, der wissender ist als ich, bitte noch meine Fragen beantworten, warum die L-Prize trotz der blauen LEDs die ausgeprägte 475 nm - Lücke zeigt, die wir auch von weißen LEDs kennen und wavon die Wiedergabequalität der roten Karte abhängt? - Danke!
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Mi, 09.05.12, 08:13

Nur drei Ideen:

Es könnte sein, dass das externe Phosphor uberdurchschnittlich viel des blau zu gelb+evtl. noch rot (bzw. letzlich insgesamt dann weiß) macht und dass das Phosphor u.U. blau nicht nur in gelb sondern eben ggf. auch in rot umwandelt.

Oder aber bei der Messung einer Farbkarte zählt im wesentlichen der Mittelwert, so dass ein für das Auge u.U. zu extrem wirkender enger Peak Messtechnisch toll aussieht...
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angerdan
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Mi, 28.11.12, 19:14

Hat die schon jemand getestet? Die 120V lassen sich mit einem Labornetzteil doch schnell generieren...
Product Leaflet: L Prize Winning LED
olafh
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Do, 29.11.12, 07:41

Hi,
CRI 93+ / Ra 93+ hat geschrieben:Es könnte sein, dass das externe Phosphor uberdurchschnittlich viel des blau zu gelb+evtl. noch rot (bzw. letzlich insgesamt dann weiß) macht und dass das Phosphor u.U. blau nicht nur in gelb sondern eben ggf. auch in rot umwandelt.
In der LPRIZE Lampe sind rote LEDs hinter der Phosphorschicht wie hier zu sehen ist: http://www.youtube.com/watch?v=Rf_hI0Mi64s.

Nach meinen bisherigen Tests kann Rot die Phosphorschicht gut passieren ohne umgewandelt zu werden und mischt sich dann homogen in das restliche Licht:
06_Red.jpg
Die 475nm Lücke resultiert aus dem Umstand, das 450-455nm Blau verwendet wird.
Man könnte auch zusätzlich XP-E Blau im Binning B5M3 (wirklich erhältlich) verwenden um damit einen noch höheren CRI zu erreichen
B5.png
B5.png (14.82 KiB) 8430 mal betrachtet
INTEMATIX Remotephosphor 3000K/CRI80 (links XT-E 575mW 452.5-455nm und rechts XP-E B5M3 45.7lm/350 mA):
03_ROY455_BLU475.jpg
Die XP-E B5M3 macht wirklich ein erstklassiges Weiß hinter dem Remotephosphor :!:
Zudem steigt der CRI und Umwandlungseffizienz mit größeren Wellenlängen:
CRIoverWavelength.png
Die Ideale Lichtquelle würde nach meiner Meinung RoyalBlau+Blau475nm+Rot+Remotephosphor verwenden und innen mit MCPOLYCA ausgekleidet sein (für die Effizienz :wink: )
lg Olaf


PS: :wink: Im übrigen prangere ich den Umstand an das zwar die XT-E verkauft wird aber keine Remotephosphor Element erhältlich sind
und auch Ergänzungen wie WhiteOptics97/98 oder furukawa MCPET / MCPOLYCA (>99% Reflexion) nicht verkauft bzw. in Produkten zum Einsatz kommen :wink:
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Do, 29.11.12, 12:07

Ein 80er CRI ist bestenfalls Mittelmaß. Dafür würde ich nicht Furukawa MCPOLYCA (PDF) einsetzen. High-End Material gehört in die High-End Klasse (Minimum CRI 90+, besser 95+). Für einen 80er CRI reicht ein umgedrehter Joghurt-Becher.
olafh
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Do, 29.11.12, 18:28

Achim H hat geschrieben:Ein 80er CRI ist bestenfalls Mittelmaß. Dafür würde ich nicht Furukawa MCPOLYCA (PDF) einsetzen. High-End Material gehört in die High-End Klasse (Minimum CRI 90+, besser 95+). Für einen 80er CRI reicht ein umgedrehter Joghurt-Becher.
:?: :?: :?:

Ich gehe sicher davon aus, das der CRI der LPRIZE Lampe deutlich absinkt, wenn man die roten LEDs entfernt und nur
Royal Blaue einsetzt bzw. noch ansteigt, wenn man zusätzlich blau mit 475nm verwendet und würde man gleich
Phosphor mit 92 CRI einsetzen dann erreicht man eben nicht mehr die gleiche Lichtausbeute.

Es ist halt recht ineffizient blaues Licht zu verwenden um rotes Licht zu erzeugen. Rote LEDs erreichen jetzt schon 48%
Strahlungseffizienz.

Das hochreflektive Material setzt man ja auch ein um die Effizienz des Systems zu erhöhen und nicht wegen des CRI.
Jede Anwendung in der eine Diffusionsschicht zur Anwendung kommt würde davon profitieren.

Wir haben ja aktuell im Forum auch das Thema mit dem "Aluprofil Öffnungswinkel" würde man die Innenseite des Profils
mit 99% Reflektivität ausstatten würde die Effizienz des Systems ordentlich ansteigen, was rein garnichts mit dem CRI zu
tun hat. Es gibt auch schon NICHIA LED Tubes die innen mit MCPET versehen sind und als Amerikaner kann man für 16 USD 60x60cm WhiteOptics97 mit selbstklebender Rückseite erwerben, was für eine Menge Lampen ausreichen würde.

Mit - wie DU sagst - "HighEnd" Material zu arbeiten ist also nicht unbedingt eine Frage des Preises sondern eher der Verfügbarkeit.


lg Olaf
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Achim H
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Fr, 30.11.12, 00:01

Das hochreflektive Material setzt man ja auch ein um die Effizienz des Systems zu erhöhen und nicht wegen des CRI.
Schon klar, aber dafür würde auch Miro (95%, Alanod) oder Miro Silver (97%) oder Makrofol LM 903 (97%, Bayer) reichen.

Ich fand es schon etwas verwunderlich, dass es Material geben soll, der die 97% Grenze geknackt hat. Und dann gleich 99%.
Ein dermaßen hoher Reflektionsgrad ist mit Metallen wie Gold (AU), Silber (AG) und Aluminium (AL) im sichtbaren Wellenspektrum nicht möglich.
Siehe dieses Bild:
Bild
Es gibt auch schon NICHIA LED Tubes die innen mit MCPET versehen sind und als Amerikaner kann man für 16 USD 60x60cm WhiteOptics97 mit selbstklebender Rückseite erwerben, was für eine Menge Lampen ausreichen würde.
16 USD ist ein angemessener Preis für ein Blatt mit fast 61cm Kantenlänge (43 USD/m² umgerechnet 33,50 EUR/m²). Ich habe das Produkt gerade erst bei Lumenique entdeckt. Ich werde dort mal anfragen, warum die das Material nicht außerhalb der USA verschicken können (Mail habe ich gerade abgeschickt).
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